Mulchvlies - vorteilhaft gegen Unkraut

ungeliebtes Unkraut: LöwenzahnWer einen eigenen Garten hat, der kann wahrscheinlich ein Lied davon singen - kaum hat man das Unkraut mühevoll an einer Stelle beseitigt, hat es sich an anderer Stelle auch schon wieder einen Weg ans Tageslicht gebahnt. Nun gibt es ja für die Unkrautbekämpfung im Garten oder auf dem Hof und in der Einfahrt eine Menge Mittelchen, die schnelle Abhilfe versprechen.

Die Wirksamkeit all dieser chemischen Mittel, oder auch die von selbst gemachten Hausmittelchen, ist meist zweifelhaft. Und mal abgesehen von der

zweifelhaften Wirksamkeit bestimmter Unkrautvernichter, ist da auch noch das Problem mit der Chemie.

Will man wirklich Chemikalien in sein eigenes, kleines Bio-Gärtchen bringen? - Sicher, die meisten Hersteller garantieren, dass man solche Mittel bedenkenlos auch auf Obst- und Gemüsebeete bringen kann. Allerdings sind die Meisten da wahrscheinlich eher skeptisch und verzichten dann doch lieber auf den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln. Wenn man nun aber dennoch nicht unbedingt ständig auf allen Vieren durch seine Beete krabbeln möchte, dann muss man sich schon was einfallen lassen.

Vorteile von Mulchvlies

Eine gute Alternative zum Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln ist das Mulchvlies. Mulchvlies bekommt man in Gartencentern oder Baumärkten. Es besteht meist aus einfachen Textilfasern und man bekommt es in Bahnen. Die Farbe von Mulchvlies kann je nach Hersteller unterschiedlich, etwa naturbraun oder schwarz. Die Farbe hat allerdings über die Qualität des Produktes keine Aussagekraft, vielmehr kommt es auf das optische Empfinden an.

Das Muchvlies verhindert das
href="../../pflanzenschutz/unkrautbekaempfung.html">Wachstum von Unkraut. Besser gesagt, es hindert das Unkraut daran, an die Oberfläche zu gelangen. Weiterhin verhindert die Auflage von Mulchvlies, dass Flugsamen in die Erde durchwurzeln können. So zum Beispiel beim Löwenzahn. Hat der sich nämlich einmal so richtig in die Erde eingewurzelt, so ist es nahezu unmöglich diesen jemals wieder komplett zu entfernen. Hat man nun aber Mulchvlies auf der Erde, hat der Samen des Löwenzahns kaum noch eine Möglichkeit in der Erde Wurzeln zu schlagen.

Man kann das Mulchvlies nun auf verschiedene Weise in den Garten bringen. Man kann es zum Beispiel am Stück auf seine Beete auslegen und Löcher rein stechen, um die Pflanzen darin einzusetzen. Man kann das Mulchvlies aber auch um die einzelnen Pflanzen herum legen.

Man kann das Mulchvlies aber auch an anderen Stellen, an denen man ständig gegen das Unkraut kämpfen muss einsetzen. Auf den Wegen zwischen den Beeten oder auf anderen Plätzen im Garten, auf denen man Unkraut antrifft, ist Mulchvlies ein guter Helfer bei der Vermeidung von Unkraut. Um den Schutz gegen das fiese Kraut noch besser zu machen, und wegen der besseren Optik, kann man, zum Beispiel auf den Wegen, zusätzlich noch eine Schicht Rindenmulch aufbringen.

Schnecken im GartenMulchfolie statt Mulchflies?

Einige Gartenbesitzer verwenden jedoch anstelle von Mulchvlies lieber Mulchfolie unter der Pflanzerde. Davon ist allerdings aus mehreren Gründen abzuraten. Zuerst einmal ist eine Folie nicht Wasserdurchlässig. Die Folgen davon wird man spätestens nach dem ersten starken Regenguss feststellen. Wenn man so eine Folie dann noch an Mauern oder Hauswänden ausgelegt

hat, dann lassen Schimmel- und Stockflecken meist nicht sehr lange auf sich warten. Ein weiter Nachteil ist, hat man diese Folie auf einem Beet ausgelegt, so kann man sicher sein, das man in naher Zukunft ein Problem mit Wühlmäusen bekommt. Die wasserundurchlässige Folie sorgt nämlich für ein wohliges, und vor allem trockenes Klima in der Erde. Weiterhin muss man damit rechnen, dass sich neben den Pflanzlöchern in der Folie diverse Nacktschneckenfamilien niederlassen werden, da diese hier optimale Bedingungen zu Vermehrung vorfinden.

Mit dem Mulchvlies hat man damit also immer die bessere Wahl getroffen. Zusammengefasst kann man nun festhalten, dass man mit Mulchvlies einen guten Schutz vor Unkräutern hat ohne dabei dem Boden zu schaden. Schließlich wird der Boden durch die textile Faser weiterhin optimal belüftet und auch die Feuchtigkeit, durch Gießen oder Regen, kann ungehindert absickern.