Rasenabfälle als Dünger

Rasenabfälle in SchubkarreDas Schnittgut, das beim Rasen mähen anfällt, wird oft als etwas lästig empfunden. Tatsächlich eignen sich Rasenabfälle jedoch hervorragend als Dünger und können auf verschiedene Weisen verwendet werden.

Grasschnitt als Dünger

Wird der Rasen regelmäßig geschnitten, ist das Gras beim Schnitt nicht all zu lang und kann daher ruhig auf der Rasenfläche liegen bleiben. Dort verrottet es und gibt seine Nährstoffe an den Boden ab. Liegen gelassene Rasenabfälle wirken für den Rasen wie ein Dünger und sind daher eine gute Alternative für einen

Rasendünger aus dem Handel. Wer regelmäßig auf diese Weise seinen Rasen mähen möchte, verwendet am besten einen Rasenmäher mit einer Mulchfunktion. Diese Geräte unterscheiden sich von herkömmlichen Rasenmähern dadurch, dass sie das Schnittgut klein häckseln, sodass es leicht zwischen die Halme auf der Rasenfläche rutschen kann. Die Grasabschnitte fallen bis auf den Boden, sind nach dem Schnitt kaum noch sichtbar und werden direkt von Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen verarbeitet. Weil das Liegenlassen von Grasschnitt all diese Lebewesen anlockt, ist auf diese Weise gleichzeitig für eine Verbesserung des Bodens gesorgt.

Mit Gras mulchen

Als
Mulchschicht für Beete hat Gras ebenfalls eine düngende Wirkung. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass die Schicht möglichst dünn sein sollte, damit sich keine Feuchtigkeit staut und das Gras zu faulen beginnt. Mehr als zwei oder drei Zentimeter dick sollte die Mulchschicht daher nicht sein. Mit Gras zu mulchen, bietet außerdem den Vorteil, dass die Erde feucht bleibt und die Pflanzen daher in der Regel weniger häufig gegossen werden müssen.

Rasenmulch zur BodenverbesserungAußerdem wird auf diese Weise Unkraut unterdrückt. Besonders gut ist eine Mulchschicht aus Gras daher für alle Stellen im Garten geeignet, wo das Unkraut jäten besonders schwierig ist. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Hecken, unter denen das Hacken kaum möglich ist.

Rasenabfälle kompostieren

Gras lässt sich mit anderen Grünabfällen und Resten aus der Küche auch sehr gut kompostieren. Da es direkt nach dem Schnitt aber oft noch recht feucht ist, sollte es am besten ein wenig antrocknen, bevor es auf den Komposthaufen gegeben wird. Außerdem ist beim Einfüllen darauf zu achten, nicht zu viel Gras auf einmal einzufüllen oder es mit etwas größerem Schnittgut zu mischen. So lässt sich ein Feuchtigkeitsstau im Komposthaufen verhindern, der zu Fäulnis führen könnte. Bei größeren Rasenflächen ist es daher unter Umständen nötig, das Gras antrocknen zu lassen und zwischenzulagern, bis entsprechend größeres Schnittgut angefallen ist. Durch die Kompostierung von Rasenabfällen und anderen Resten aus Haushalt und Garten lässt sich ein hervorragender und zudem kostenloser Dünger herstellen. Er eignet sich für Zierpflanzen und im Besonderen auch für Nutzpflanzen, die auf eine gute Nährstoffversorgung angewiesen sind, um viele Früchte zu tragen.