Rasenabfälle verwerten

RasenabfälleNach dem Schnitt des Rasens fragen sich viele Menschen, wie sie das Gras am besten entsorgen und bringen es dann oftmals zur städtischen Deponie. Diese Variante ist allerdings nicht immer kostenlos und zudem gibt es gute Alternativen, die Rasenabfälle selbst zu verwerten.

Rasenabfälle als Dünger nutzen

Rasen ist wie jedes andere Schnittgut aus dem Garten ein sehr guter Dünger und kann nach dem Verrotten als Kompost verwertet werden. Um diesen Kompost selbst herzustellen, wird ein Komposthaufen benötigt. Er sollte einen halbschattigen und windgeschützten Platz im Garten

bekommen, wo er bei Regen nicht all zu nass wird. Generell kann der Kompost auf einer freien Fläche angelegt werden, etwas ordentlicher ist allerdings ein Gestell aus Holz oder Draht, in das das Schnittgut eingefüllt wird. Grasschnitt sollte vor dem Einfüllen immer ein wenig abtrocknen und mit größerem Schnittgut vermischt werden, damit der Komposthaufen nicht zu faulen beginnt. Beim Einfüllen kurz vor dem Regen ist es daher sinnvoll, den Komposthaufen mit einer Folie abzudecken. Als Alternative zu einem traditionellen Komposthaufen bieten sich die Schnellkomposter aus dem Handel an, die es ganz nach Bedarf in verschiedenen Größen gibt.

Schnittgut liegen lassen

Besonders bequem ist es, das geschnittene Gras
nach dem Mähen einfach liegen zu lassen. Damit keine langen Grashalme auf der Rasenfläche liegen bleiben, ist es sinnvoll, hierfür einen Rasenmäher mit Mulchfunktion zu verwenden. Er häckselt das Gras schon beim Schneiden klein, sodass es leicht bis auf den Boden fallen kann. Dort verrottet es, sodass die darin enthaltenen Nährstoffe wieder dem Boden zugeführt werden und damit wie ein natürlicher Dünger wirken. Liegen gelassene Rasenabfälle sind für viele Kleinstlebewesen im Boden attraktiv. Sie verwandeln das Schnittgut in Humus und halten den Boden locker. So ist auf natürliche Weise dafür gesorgt, dass der Rasen mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird, seine Wurzeln genügend Luft bekommen und das Gras insgesamt gut gedeihen kann.

Gras zur DüngungGras als Mulchschicht verwerten

Eine weitere Variante, von den guten Eigenschaften der Rasenabfälle zu profitieren, ist die Verwendung von Gras als Mulchschicht. Sie eignet sich als Bodenabdeckung unter Sträuchern, Bäumen und Hecken und selbst für Blumenbeete. Im Unterschied zum Rindenmulch wird Gras aber nur in einer dünnen Schicht auf dem Boden verteilt. So wird ähnlich wie beim Komposthaufen verhindert, dass das Gras zu faulen beginnt. Eine Mulchschicht aus Gras sorgt dafür, dass der Boden bei starker Sonneneinstrahlung nicht so schnell austrocknet. Außerdem lockt das Gras viele Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen an, die für einen lockeren und nährstoffreichen Boden sorgen. Nicht zuletzt ist das Mulchen mit Gras aber vor allem für Gartenbesitzer geeignet, die nicht all zu gern Unkraut jäten, denn das Gras verhindert, dass sich Unkraut in den Beeten ausbreitet. Zudem wirkt das Gras gleichzeitig wie ein Dünger, sodass beim regelmäßigen Mulchen auf eine zusätzliche Düngung verzichtet werden kann.