Hahnenfuß (Ranunculus): Pflege

ranunkelstrauch-busch-hg-flDer Hahnenfuß, lat. Ranunculus acris, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Es gibt über 400 weltweit verbreitete Arten des Hahnenfußes. Als Standort bevorzugt er Wiesen und Weiden mit feuchten Böden, aber auch im Garten ist er als Unkraut zu finden. In Mitteleuropa ist der Scharfe Hahnenfuß verbreitet. Dieser blüht mit kleinen, leuchtendgelben Blüten und ist jedem bekannt.

Der Asiatische Hahnenfuß, lat. Ranunculus asiaticus, ist unter dem Namen Ranunkel als Zierpflanze für den Garten erhältlich. Ebenfalls gibt es verschiedene Ranunkel - Hybriden, die eigens für Garten

und Balkon gezüchtet werden.

Im Garten hat der Hahnenfuß seine Blütezeit von Mai bis Juli. Die Blüten sind kugelig und voll. Sie bringen verschiedene Farben hervor, die von tiefrot über gelb bis lachrosa und sogar weiß reichen. Er bevorzugt hier einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Während der
Wachstumszeit braucht er eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden.

Der Hahnenfuß ist ein Frühlingsbote, der zusammen mit Hornveilchen und Primeln sowohl im Beet, im Pflanzkübel oder Balkonkasten als auch als Schnittblume in der Vase mit Islandmohn und Bartnelken ein buntes Bild abgibt. Dabei ist er ebenfalls für Gartenanfänger geeignet.

hahnenfuss otMit etwas Geschick lässt sich der Hahnenfuß selbst ziehen. Dazu säen Sie ihn im Oktober bei etwa 8 - 10 °C im Haus in einem geeigneten Behältnis aus. Die kleinen Pflänzchen setzen Sie, wenn kein Frost mehr droht, an geschützten Stellen in Staudenrabatten. Da der Hahnenfuss nur eine Höhe von ca. 30 cm erreicht, sollten Sie darauf achten, diese Pflanze im Vordergrund wachsen zu lassen, damit eine Überwucherung von größeren Stauden verhindert wird.

Eine zweite Möglichkeit ist die Aussaat direkt ins Beet im Juli oder August. Bei dieser Methode blüht die Pflanze allerdings erst im Folgejahr.

In unseren Breiten wird der Hahnenfuss meist als Einjährige oder Schnittblume gezüchtet, da die als Zierpflanze in den Gärten verwendete Art aus Asien stammt und somit nicht frosthart ist.

Manche wildlebende Arten des Hahnenfußes sind giftig. So zum Beispiel der Kriechende Hahnenfuß und der Scharfe Hahnenfuß. Die kultivierten Arten wie die Ranunkel oder die Ranunkel - Hybriden sind jedoch nicht gefährlich.

Bildquelle: Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gera 1885.