Schöllkraut, Chelidonium majus

Das Schöllkraut, Chelidonium majus, gehört zur Familie der Mohngewächse, auch wenn das Schöllkraut überhaupt nicht so aussieht. Allgemein wird das Schöllkraut heutzutage als Unkraut angesehen und überall bekämpft, obwohl es über eine große Heilkraft verfügt, und auch zu den Heilkräutern zählt.

Schöllkraut als Heilpflanze?

Die Heilkraft des Schöllkrautes wirkt bei Leber- und Gallenleiden. Schneidet man Schöllkraut frisch und tupft den milchigen Saft auf eine Warze, bildet sich diese, nur bei mehrmaligen betupfen, überaus schnell zurück. Dem Schöllkraut wird auch eine zellwachstumshemmende Wirkung zugeschrieben, es wirkt beruhigend und krampflösend. Sogar bei Magenschmerzen bewirkt es wahre Wunder. Dennoch

sollte man nicht vergessen, dass das Schöllkraut giftig ist. Insgesamt beinhaltet das Schöllkraut zehn verschiedene Giftstoffe. Isst man Teile der Pflanze, so führt es unabdingbar zu schweren Reizungen des Magen-Darm-Traktes. Die Problematik äußert sich dann in Schmerzen im gesamten Bauchbereich, kolikartigen Schmerzen und heftigen, blutigen Durchfällen die von Kreislaufstörungen begleitet werden können. Bei schweren Vergiftungen durch Schöllkraut kann der Tod eintreten.
Aus diesem Grunde sollte man im Umgang mit dem Schöllkraut sehr vorsichtig sein.

Tipp: Aufgrund der toxischen Wirkung sollte man in jedem Fall eine Behandlung mit Schöllkraut unter ärztlicher Aufsicht durchführen und keine eigenen Experimente durchführen.

Das Schöllkraut gehört zu den mehrjährigen Pflanzen, die sich durch einen krautigen Wuchs auszeichnen. Am guten Standorten kann das Schöllkraut bis zu einem Meter groß werden. Die Blätter des Schöllkrautes senken sich bei Regen und binnen Sekunden richten sie sich wieder auf, wenn die Sonne wieder scheint. Oft wird das Schöllkraut mit Hahnentritt verwechselt, denn die ganze Pflanze, bis auf kleine Unterschiede am der Form der Blätter, ähnelt das Schöllkraut dem Hahnenfuß. Der Unterschied liegt an der Unterseite der Blätter, das Schöllkraut besitzt an der Blattunterseite eine leicht hellere Farbe, währen die des Hahnenfußes auf beiden Seiten dieselbe Farbe haben. AN der Blattoberseite sind die Blätter des Schöllkrautes noch zusätzlich leicht behaart, so dass Regenwasser und der Morgentau schnell ablaufen können, bzw. das Blatt ist aufgrund dieser Raffinesse Wasser abstoßend, weil sie wie mit einer kleinen Wachsschicht überzogen sind. Diese ausgeklügelten Raffinessen besitzt der Hahnentritt jedoch nicht.