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Weinraute, ruta graveolens
Kräuter und Gartenkräuter - Heilkräuter

Weinraute

Die Weinraute, lat. Ruta graveolens, gehört zur Familie der Rautengewächse. Sie ist ein immergrüner, mehrjähriger Halbstrauch, der eine Höhe bis zu 1 Meter erreicht. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. In dieser Zeit werden mattgelbe Blüten ausgebildet, die fast keinen Geruch haben.

Weiter ist sie unter den Namen Gartenraute, Raute, Edelraute, Krätzraute oder Pfingstwurzel bekannt.

Die Weinraute bevorzugt trockenen, felsigen Kalksteinboden. Im Garten wird sie als Zierstrauch in blauen, goldenen oder buntblättrigen Formen kultiviert.

Ihre Heimat hat die Weinraute in Südeuropa, wo sie wild im Mittelmeerraum und auf der Balkanhalbinsel bis zur ...
Krim wächst. Gelegentlich wächst sie auch in unseren Gefilden wild auf Weinbergen.

Eigentlich zählt sie zu den Gewürzpflanzen und pflanzlichen Heilmitteln, doch inzwischen hat sie den Weg in unsere Gärten als schmückende Zierpflanze gefunden. Im antiken Griechenland galt sie als bewährtes Mittel gegen Schlangenbisse, im Mittelalter war sie in fast allen Klöstern als Heilpflanze verbreitet.

Wenn Sie gern mit Kräutern kochen und deshalb einen eigenen Kräutergarten haben oder anlegen wollen, sollten Sie die Weinraute in diesen mit einbeziehen. Die ganzen Blätter eignen sich zum Einlegen von Gurken und Tomaten, fein gehackt würzen sie Fleisch- und Pastetenfüllungen, Fleischragout, Gemüsesuppen, Pilze, Salate und auch Fisch. Ein Zutun von Weinraute wirkt appetit- und verdauungsfördernd. Gehen Sie aber sparsam mit diesem Gewürz um, da es sonst zu stark vorschmeckt.

Aus der Weinraute lässt sich gleichfalls ein gesunder Tee herstellen. Die Rezeptur geht auf Sebastian Kneipp zurück, der diesen Tee bei Schwindel, Benommenheit, Atmungsbeschwerden, Herzklopfen, Hysterie und Unterleibsbeschwerden empfahl.

Um die Weinraute erfolgreich in den Garten einzufügen, sollten Sie ihr einen sonnigen Platz mit einem durchlässigen, leicht kalkhaltigen Boden zur Verfügung stellen.

Wollen Sie die Weinraute selbst vermehren, säen Sie im Frühjahr im Freiland in ein Anzuchtbeet die Samen aus. Oder Sie schneiden im Spätsommer Stecklinge von der Altpflanze. Da das Ziehen aus Samen etwas schwierig ist, können Sie sich eine Weinrautenpflanze auch vom Gärtner holen.

Die Weinraute ist ebenfalls für Ihre anderen Pflanzen im Garten von Nutzen, denn sie hat den Ruf, gegen Thripse zu schützen.
 


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