Brunnenkresse - Anbau, Pflanzen und Pflege

Brunnenkresse kann man problemlos selber ziehenDie Brunnenkresse ist ein einfaches Gewächs, das als Gemüse oder Gewürz in der Küche Verwendung findet. Besonders wuchsfreudig zeigt sich die Pflanze in Sümpfen oder an anderen Stellen, wo es viel Wasser gibt. Die Brunnenkresse steht am liebsten mit den 15 bis 90 cm langen Stielen direkt im Wasser.

In der freien Natur zeigt die Brunnenkresse ab etwa Mai ihre Blüten. Sie bildet zudem Schoten, in denen sich der Samen befindet. Um gut

zu wachsen und zu gedeihen, benötigt die Brunnenkresse nichts Besonderes. Eine gute Mischung aus Sonne und Schatten sowie viel Wasser, welches nährstoffreich ist. In England und Frankreich befinden sich die besten Gebiete, um die Brunnenkresse ohne viel Aufwand industriell anzubauen.

Aussaat und Vermehrung von Brunnenkresse

Den Samen der Brunnenkresse kann man in einer Gärtnerei kaufen oder aus den vorhandenen Pflanzen selbst entnehmen. Sobald sich die Schoten gebildet haben, werden Samen produziert. Diese können Sie nach der Blütezeit einfach der Blüte entnehmen und für die nächsten Pflanzen verwenden. Hierfür suchen Sie sich einen wasserreichen Ort. Wenn Sie einen Deich im Garten haben, können Sie auch hier die Brunnenkresse optimal anbauen. Es ist nur notwendig, dass die Pflanze stetig frisches Wasser erhält. Wenn Sie die Kresse im Garten anbauen möchten, können die einen etwa 40 cm tiefen Graben ausheben und die Brunnenkresse dort ansäen. Den Graben können Sie nun leicht bewässern aber noch nicht mit Wasser überfüllen. Säen Sie den Samen im Graben aus und bedecken diesen leicht mit der Erde. Erst wenn sich das Wachstum von der Brunnenkresse bemerkbar macht, kann der Wasserspiegel nach und nach erhöht werden. Achten Sie jedoch immer auf frisches und klares Wasser mit ausreichendem Nährstoffgehalt. Die optimale Temperatur beträgt 10 bis 12 °C. Die Brunnenkresse kann jedoch auch bei 30 °C angebaut werden.

Eine andere Methode ist es die Brunnenkresse im Haus anzubauen. Die beste Zeit um die Pflanzen zu ziehen ist zwischen Mai und Juli. Hierfür säen Sie den Samen in einer wasserdichten Schale aus. Achten Sie ab jetzt darauf, dass die Erde immer feucht bleibt. Ab einer Größe von 4 bis 6 cm sollten diese pikiert werden. Wenn die Brunnenkresse eine Höhe von 8 bis 10 cm erreicht, kann diese bereits geerntet werden. Lassen Sie die Brunnenkresse blühen, können Sie ihr auch neue Samen entnehmen.

Pflege von Brunnenkresse

Die Brunnenkresse benötigt nicht viel Pflege. Das einzige, was gegeben sein muss, ist frisches und klares Wasser. Wenn Sie die Kresse am Deich ansäen, achten Sie also immer darauf, dass das Wasser eine gute Qualität hat. Auch wenn Sie die Kresse an anderen Ort ansäen, sollte sie immer im Wasser stehen, und zwar so weit, dass nur noch die Spitzen der Pflanzen zu sehen sind. Achten Sie auch hier immer darauf, dass das Wasser frisch und rein ist.

  • Standort: Die Kresse mag es hell und sonnig. Sie hat jedoch auch nichts gegen etwas Schatten in der Mittagshitze.
  • Gießen: Die Brunnenkresse benötigt viel Wasser und muss täglich gegossen werden.
  • Düngen: Mit einem geeigneten Dünger wächst und gedeiht die
    Kresse fast wie von

    Geisterhand.

Brunnenkresse gedeiht auch in BalkonkästenDoch denken Sie daran, dass der Dünger von der Pflanze aufgenommen wird und die Kresse dann als Gewürz nicht mehr genießbar ist. Verwenden Sie einen Lebensmitteldünger, dieser kann speziell für die Brunnenkresse verwendet werden, ohne dass sich Einschränkungen ergeben.

Brunnenkresse schneiden und ernten

Bereits ab einer Höhe von etwa 8 bis 10 cm kann die Kresse geschnitten bzw. geerntet werden. Beim Ernten gehen Sie wie folgt vor: Schneiden Sie die Kresse nur knapp über dem Boden ab, sodass die Stängel wieder nachwachsen können. Wenn Sie die Kresse geerntet haben, benötigt diese immer noch reichlich Wasser. Ernten Sie also erst, wenn Sie die Kresse benötigen, oder lagen sie die Pflanzen im Wasser oder alternativ auch in einem Plastikbeutel. Auf diese Weise kann Sie bis zu einer Woche im Kühlschrank gelagert werden.

Überwintern von Brunnenkresse

Die Brunnenkresse kann den Winter über im Freien bleiben. Achten Sie nur darauf, dass das Wasser nicht gefriert. Sie können also auch im Winter über frische Brunnenkresse aus dem Garten genießen.

Krankheiten und Schädlinge

Da die Brunnenkresse im Garten verweilt, ist sie vor Schädlingen natürlich nicht sicher. Schnecken, Läuse und Pilzerkrankungen können die Pflanze unbrauchbar machen und zudem zerstören. Kontrollieren Sie täglich, ob sich eine Nacktschnecke in Ihr Kressebeet verirrt hat. Wenn Sie eine Schnecke entdecken, sammeln Sie diese ein und entfernen sie die Schnecken. Denken Sie bei der Ungeziefervernichtung daran, dass die chemischen Keulen die Brunnenkresse ungenießbar macht. Entdecken Sie an der Brunnenkresse Blattläuse, können Sie diese aus einem Gemisch von Wasser und Schmierseife entfernen. Besprühen Sie mehrere Tage lang die Pflanzen, bis die Blattläuse nicht mehr vorhanden sind. Eine weitere Krankheit ist der Mehltau-Pilz. Aufgrund der hohen Wassermenge, kann es sein das ein falscher Mehltau-Pilz entsteht und die Kresse ungenießbar macht. Jetzt können Sie sich entscheiden, ob Sie die Kresse einfach erneuern oder nur noch als Deko im Garten lassen.

Wissenswertes zu Brunnenkresse in Kürze

Die Brunnenkresse ist ein leckeres Gewürzmittel für Salate und Speisen aller Art. Wenn Sie die Möglichkeit haben Brunnenkresse selbst anzubauen, können Sie mit ein paar Handgriffen ein kleines Kressebeet erschaffen. Sorgen Sie für reichlich Frischwasser und halten Sie Schädlinge so gut es geht von der Kresse weg. Befallene Kresse ist außerdem nicht mehr als Lebensmittel geeignet und sollte entsorgt werden.
  • Ein Gefäß oder ein Balkonkasten genügen völlig, wenn man Brunnenkresse anbauen möchte.
  • Die Brunnenkresse benötigt sauerstoffreiches Wasser. Das Wasser muss mindestens jeden zweiten Tag erneuert werden.
  • Zunächst benötigt man den Samen, welchen man in jedem gängigen Gartenfachmarkt zu kaufen bekommt.
  • Weiterhin benötigt man sandigen Boden, in den man den Samen aussehen kann.
  • Man sät den Samen breit in ein Beet oder in ein wasserdichtes Gefäß, drückt den Boden leicht an und bedeckt ihn mit feinem Sand.
  • Danach benötigt der Samen etwa ein bis drei Wochen zum Keimen.
  • Wie wäre es mit einem Kressebeet im Garten?Die Keimdauer hängt jedoch von der Temperatur ab, die während dieser Zeit herrscht. Diese sollte günstiger Weise bei etwa 20 °C liegen.
  • Die aus dem Samen entstandenen Jungpflanzen können dann Anfang August in einen sandigen Boden verpflanzt werden. Hier benötigt die Brunnenkresse einen schattigen Standort.
  • Zur Ernte eignen sich die etwa 6 cm langen Triebspitzen. Sollte die Kresse noch blühen, können Sie ruhig die Blüte abwarten und den Samen für die Aussaht im nächsten Jahr verwenden.
Die Wirkung und Verwendung von Brunnenkresse

Brunnenkresse besitzt viele gesunde Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Karotin, Jod, Eisen und Vitamin C. Daher ist Brunnenkresse auch als Heilpflanze bewährt und wird beispielsweise bei Nieren-, Herz- oder Augenleiden eingesetzt.  Auch wenn die Kresse aus vielen gesunden Inhaltsstoffen besteht, bedeutet das keineswegs, dass man diese täglich und vor allem in großen Mengen zu sich nehmen darf. Zudem sollten Menschen, die an Magen- oder Darmbeschwerden leiden, auf den Genuss von Brunnenkresse verzichten, da diese die Schleimhaut reizt. Brunnenkresse wird zudem auch in der Kosmetikindustrie verwendet. Hier kommt sie unter anderem in Cremes zum Einsatz.