Gewürzpflanzen im Garten - Anbau, Pflege, Überwintern

In Deutschland gehören zu den mit Abstand beliebtesten Gewürzkräutern der Schnittlauch, die Petersilie und Basilikum. Dabei gibt es noch viel mehr Gewürzkräuter, die im eigenen Garten angebaut werden können und somit die heimische Küche verfeinern. Ganz nebenbei können diverse Gewürzkräuter auch noch aus dekorativer Sicht das Auge erfreuen.

Gewürzpflanzen im Garten sind mehr als nur eine Beilage

Gewürzpflanzen wie Basilikum, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Thymian, Majoran, Oregano, Rosmarin und viele weitere sind weitaus mehr als eine dekorative Beilage, die diverse Speisen verfeinern. Die Geschmacks-

und Duftstoffe in den Gewürzen nehmen auch auf die Gesundheit einen sehr positiven Einfluss.

In den meisten Gewürzkräutern sind Pflanzenstoffe enthalten, durch die die über Nahrungsmittel eingeschleppten Bakterien abgetötet werden. Damit gibt es also einen Grund mehr, Gewürzpflanzen im Garten anzusiedeln, denn nicht um sonst wird empfohlen, fünfmal täglich Gemüse und Obst zu verzehren und zu abwechslungsreichen Kräutern und Gewürzen zu greifen.

Anbau von Gewürzkräutern im Garten

Einige Gewürzkräuter gibt es in der freien Natur, während sich andere leicht im Garten oder sogar auf der Fensterbank kultivieren lassen. Gewürzkräuter im Garten sind immer wieder schön anzusehen und können mit nur einem Griff abgepflückt und gleich verwendet werden. Eine ganze Reihe von Kräutern ist mehrjährig und muss daher nicht jedes Jahr neu ausgesät werden.

Schnittlauch ist dabei eines der beliebtesten Kräuter in Deutschland und treibt schon früh im Jahr seine röhrenförmigen Blätter aus dem Boden. Aussäen kann man ihn ganz einfach direkt ins Beet oder in kleine Töpfchen. Von Mai bis August sind wunderschöne lilafarbene Blüten zu sehen, die man auch verspeisen kann. Der Geschmack ist recht würzig und so werden die Blüten eher als Dekoration verwendet. Schnittlauch lässt sich bei Bedarf einfach mit einer Schere abschneiden und wird so auch in die Speisen geschnitten, denn er sollte nicht gehackt werden.

Wissenswert ist noch, dass Schnittlauch eine mehrjährige Pflanze ist, die also immer wieder wächst. Im Bezug auf den Standort ist ein
kalkhaltiger, humoser und feuchter Lehmboden am besten geeignet. In einer sonnigen bis halbschattigen Lage fühlt er sich am wohlsten. Auch Dünger verträgt der Schnittlauch sehr gut.

Ebenso einfach lässt sich Petersilie kultivieren. Petersilie steht gerne sehr hell, aber nicht in der direkten Sonne. Beim Gießen muss man sehr vorsichtig sein, denn zu viel Wasser verträgt sie nicht. Daher sollte die Petersilie erst dann gegossen werden, wenn die oberste Erdschicht wieder abgetrocknet ist. Mit einem Flüssigdünner alle ein bis zwei Wochen gedünt, kann die Petersilie kräftig wachsen. Die Aussaat der Petersilie ist ebenso einfach wie die Pflege. Die Samen werden in normaler Blumenerde in einem Topf oder gleich im Beet ausgesät. Die Keimzeit beträgt nur wenige Tage. Beim Ernten sollte man unbedingt darauf achten, dass das sog. Herz geschont wird. Es befindet sich genau in der Mitte und zeigt sich als neue, kleinere Blätter. Wird es beschädigt, können keine weiteren Blätter nachwachsen.

Natürlich sind dies nur einige Beispiele für Anbau von Gewürzkräutern im Garten. Inspirationen, was sonst noch möglich ist, kann man sich beispielsweise in einem Gartenfachcenter oder auch in einem gut sortierten Baumarkt, hier in der

Gartenabteilung, holen.

Hier sind Tütchen mit den Samen zu finden. Auf der Rückseite ist jeweils alles Wissenswerte zum Anbau, zur Pflege und zur Ernte verfasst. Wichtig ist dabei, dass die Tütchen weder offen und wellig sind. Bei letztem sind die Samen bereits einmal nass geworden, was ihre Keimfähigkeit dämpft.

Überwinterung von Gewürzpflanzen im Garten

Um stets auf frische Kräuter aus dem Garten zurückgreifen zu können, sollte man zur Blütezeit schon für den Winter vorsorgen. Kräuter lassen sich unheimlich gut konservieren und so kann man würziges Basilikum, duftenden Lavendel und viele weitere Küchenkräuter auch im tiefsten Winter frisch genießen.

Handelt es sich um Tees, sollten diese vor der Blüte tautrocken geerntet und dann getrocknet werden. Kräuter, die zum Würzen verendet werden,  wie beispielsweise Petersilie, Dill, Basilikum oder Schnittlauch, können einfach nach der Ernte eingefroren werden. Hierfür werden die einzelnen frischen Kräuter geschnitten und am besten portionsweise verpackt und eingefroren. Des Weiteren kann man Kräuter aber auch zu Kräuteressig oder Kräuteröl weiter verarbeiten und damit haltbar machen.

Bei der Überwinterung der Gewürzpflanzen im Garten selbst ist nichts Besonderes zu beachten. Sie sollten zum Herbst hin gestutzt werden. Einjährige Pflanzen hingegen müssen mit ihren Wurzeln entfernt und erst im nächsten Frühjahr wieder ausgesät werden.

Fazit Grundsätzliches zu Gewürzpflanzen im Garten

Gewürzpflanzen im Garten erfüllen also viele verschiedene Zwecke. Sie sorgen für eine abwechslungsreiche und gesunde Küche, verfeinern Salate, Speisen, Dressings und vieles mehr und sind auch noch schön anzusehen. Der Anbau ist einfach und auch der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen. Daher sind Kräuterecken im Garten besonders für Familien mit Kindern zu empfehlen, denn für Kinder ist es ein Wunder, wie aus kleinen Samen etwas Essbares wächst.

Auf Gewürzpflanzen muss man auch nicht verzichten, wenn man keinen Garten hat. Viele Pflanzen gedeihen auch in Töpfchen auf dem Fensterbrett in der Küche prächtig.