Keimsprossen selbst ziehen und züchten
Keime und Sprossen liefern Vitamine und Mineralstoffe, sie sind preiswert und ganzjährig verfügbar. Das Geheimnis der frischen Kost liegt im winzigen Samenkorn.
In ihm schlummert die ganze Energie für eine neue Pflanze und sobald ... der Samen zu keimen beginnt, gibt es ein kleines Nährstofffeuerwerk: Der Vitamingehalt erhöht sich um ein Vielfaches, Vitamin C steigt im Weizen zum Beispiel um bis zu 600 Prozent an. Auch Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme vermehren sich explosionsartig. Hinzu kommt, dass die Vitalstoffe so aufgeschlossen werden, dass unser Körper sie leicht aufnehmen kann. Keimfähige Samen gibt´s im Reformhaus und bei Saatgutherstellern. Beliebt sind Getreidearten, Hülsenfrüchte, Alfalfa, Bockhornsklee, Kresse, Leinsamen, Rettich und Senf. Wer jetzt Lust bekommt, sich einen Sprossengarten anzulegen, dem empfehlen wir folgende Tipps.
Die knackigen Köstlichkeiten sind unschlagbar gesund
Bockshornklee: Herb- würzig, reinigend, viel Eiweiß, Vitamin C
Linsen: Nussig, viel Eiweiß, viel Vitamin C und E, Eisen
Kresse: Reinigend, viel Vitamin C
Rettich: Scharf- würzig, Senföle, ...
Vitamin C, Magnesium, Kalzium
Alfalfa: ½ Tasse voll liefert so viel Vitamin C wie 6 Gläser Orangensaft
So gelingt das Keimen
Feuchtigkeit, Wärme 18 – 21 Grad, viel Sauerstoff, keine direkte Sonne: Das sind die Voraussetzungen, um Samen zum Keimen zu bringen. Als Gefäß kann ein Einmachglas mit Mulltuch und Gummiband verwendet werden. Praktischer sind Keimgeräte.
1. Samen in das Gefäß geben, der Boden soll nur 2 bis 3 cm hoch bedeckt sein.
2. Mit kaltem Wasser auffüllen, quellen lassen.
3. Keimlinge täglich 2- bis 3- mal mit lauwarmen Wasser durchspülen, dann so aufstellen, dass restliches Wasser ablaufen kann.
4. Je nach Samenart ist nach 2 bis 6 Tagen Zeit zur Ernte.
Kresse - Pflege und Vermehrung
Kresse wächst in jedem normalen Boden, in magerer Erde jedoch am besten. Sie kann zu jeder Jahreszeit ausgesät werden: Im Herbst und Winter auf feuchten watteschichten in Schalen oder Tellern am hellen Fenster. Der Samen keimt bereits nach drei bis fünf Tagen. Ab März kann die Kresse im Frühbeet, nach den Eisheiligen im Freien ausgesät werden.
Dabei sollte ein Reihenabstand von 15 Zentimeter beachtet werden. Die Saat ist leicht an den Boden zu drücken, jedoch nicht mit Erde zu überdecken und muss bis zur Keimung feucht gehalten werden.
Bei günstigen Verhältnissen kann bereits eine Woche nach der Keimung geerntet werden. Es empfiehlt sich im Abstand von jeweils 14 Tagen weitere Saaten folgen zu lassen.
Kresse ziehen: Einfacher geht’s nicht: Auf einer Unterlage feuchte Watte oder Papiervlies legen und den Kressesamen darauf aussäen. Täglich anfeuchten. Nach fünf bis sechs Tagen gibt´s Kressekraut.
Kaufen Sie nur chemisch unbehandelten Samen. Vielfalt auf den Speiseplan bringen Mischungen.
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