Thailändische Gewürze & Anbau im eigenen Garten

Das Zitronengras gehört mit zu den wichtigsten Gewürzpflanzen der thailändischen Küche.
Zitronengras wird unter anderem zur Herstellung von Currypasten verwendet.

Außerdem bildet es die Grundlage vieler Suppen und Salate.

Zitronengras gehört zur Familie der Süßgräser und wird vorrangig in südasiatischen Ländern angebaut. Neben seiner würzenden Eigenschaft verfügt das Zitronengras zudem über eine antibakterielle Wirkung. Aus diesem Grund setzt man das thailändische Gewürz in der Naturmedizin gegen allgemeine Magenbeschwerden und Erkältungskrankheiten ein. Zu den unverzichtbaren Gewürzen in der thailändischen Esskultur gehört auch der Thai Ingwer. Der

Name Thai Ingwer steht für Alpinia Galanga, zu deutsch Galgant. Das thailändische Gewürz Galgant stammt aus der Familie der Ingwergewächse und ist aus der thailändischen Küche nicht wegzudenken. Neben seinem unverkennbaren Geschmack besitzt Galgant auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Er wirkt appetitanregend, entzündungshemmend und fördert die Verdauung. Auch Krachai, der chinesische Ingwer wird viel in der thailändischen Küche verwendet. In seinem Ursprungsland Südchina wird Krachai ausschließlich für medizinische Zwecke verwendet. Die thailändische Küche dagegen setzt Krachai für die Zubereitung von Currypasten, Fleisch- und Fischgerichten sowie Suppen ein. Ein weiteres typisches thailändisches Gewürz ist das Thai Basilikum. In der thailändischen Küche finden drei verschiedene Basilikum-Arten Anwendung. Dazu gehören das heilige Basilikum Bai Krapo, das haarige Basilikum Bai Menglak und zuletzt das süße Basilikum mit dem Namen Bai Horapa.

Thailändische Gewürze, wie der Schnittsellerie sind unentbehrlich für die Zubereitung von Yam, dem beliebten thailändischen Salat und auch Suppen. Koriander ist ein Würzkraut, das ebenso häufig in der thailändischen Küche zum Einsatz kommt. Koriander wird sowohl roh als auch gegart verwendet. Die Thai Minze Bai Saranae ist auf Grund ihres mittelmäßigen Mentholgehalts äußerst aromatisch. Daher wird das thailändische Gewürz mit Vorliebe für die Zubereitung unzähliger Gerichte eingesetzt. Khao Krua ist die Grundlage der bekanntesten thailändischen Gerichte. Der geröstete und anschließend zerstoßene Reis ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Thailand.

Thailändische Gewürze - ihre Bedeutung und Herkunft

Ursprünglich war die thailändische Küche von
Wasserpflanzen und Tieren geprägt. Thailändische Gewürze und die thailändische Küche wie man sie heute kennt, sind durch japanische, chinesische und europäische Einflüsse entstanden. Im Verlauf vieler Jahrhunderte sind diese unterschiedlichen Einflüsse zu der landestypischen, thailändischen Küche miteinander verschmolzen. Dabei ist der Reis mit zum wichtigsten Grundnahrungsmittel geworden. Es gibt in Thailand viele, verschiedene Reis-Sorten wie zum Beispiel der beliebte landkörnige Duftreis oder der Klebereis. Ein typisches thailändisches Menü besteht immer aus einer Suppe, dem Currygericht oder ersatzweise einem scharfen Salat. Die thailändische Küche ist sehr ausgewogen und gesund. Thailändische Gewürze wie Knoblauch, Chilischoten, Koriander, Ingwer und Basilikum werden vor dem Kochen mit Hilfe eines Mörsers und der Zugabe von etwas Öl zu einer Paste verarbeitet. Diese thailändische Gewürzpaste bildet die geschmackliche Grundlage der einzelnen Gerichte und wird zuerst in den Wok gegeben. Anschließend werden die Zutaten wie Fleisch, Fisch, Nudeln oder Gemüse dazu gefügt und gegart.

Thailändische Gewürze selber anbauen- züchten

Frische thailändische Kräuter und Gewürze sind auf Märkten nicht immer verfügbar.

Wer trotzdem nicht auf thailändische Gewürze verzichten will, kann sie auch selber züchten. Thailändische Gewürze wie Koriander, Ingwer, Thai Basilikum oder Zitonengras lassen sich in kleinen Töpfen oder Zimmergewächshäusern ganz einfach aufziehen.

Die entsprechende Saat für die Aufzucht erhält man in Baumärkten, Gärtnereien und auch in diversen Online-Shops.

Ab März kann man Koriander bereits in einem Blumentopf heranziehen. Dazu wird die Saat ganz leicht mit Ede bedeckt, auf eine Fensterbank gestellt. Der Boden wird während der Keimdauer gleichmäßig feucht gehalten. Zirka fünf Wochen nach der Aussaat kann das thailändische Gewürz geerntet werden. Ab Mitte Mai kann der Koriander im eigenen Garten auch ausgepflanzt werden. Auch Thai Basilikum lässt sich ab März im Topf züchten. Allerdings wird die Saat nur auf die Erde aufgedrückt und nicht mit Erde bedeckt. Das Thai Basilikum wird regelmäßig gegossen, jedoch nicht zu feucht gehalten. Etwa acht Wochen nach der Aussaat ist das thailändische Gewürz ernte- reif und kann Ende Mai, wenn die Nächte frostfrei sind, auch in das Freiland gesetzt werden. Zitronengras wird ebenfalls im März gesät, leicht mit Erde bedeckt und feucht gehalten. Zitronengras kann erstmalig nach zehn Wochen geerntet werden. Ab Mai gedeiht das Zitronengras auch im heimischen Garten.

Ingwer lässt sich aus der Ingwersprosse züchten. Dazu wird der Spross in einen Blumentopf gelegt, leicht mit Erde bedeckt und gleichmäßig befeuchtet. Nach einiger Zeit bildet die Pflanze neue Triebe, die zum Würzen sämtlicher Gerichte verwendet werden können. Thai Minze ist unseren Wetterbedingungen angepasst und lässt sich daher besonders unproblematisch im eigenen Garten anbauen. Eine Vor-Anzucht in Gewächshäusern und Räumen ist nicht erforderlich. Die Thai Minze kann Ende Mai direkt ins Freiland gesät werden.