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Wiesensalbei (Salvia pratensis) - Standort, Blüte & Verwendung

Vom Aussehen her ähnelt der Wiesensalbei dem bekannteren Gartensalbei, allerdings werden seine Blätter größer. Beide gehören der Familie der Lippenblütler an und wachsen als krautige Staude mehrere Jahre am gleichen Standort.

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Wiesensalbei ist vom Aroma her lange nicht so intensiv wie seine Verwandtschaft im Garten. Der für die Küche bestimmte Gartensalbei wurde speziell mit einem würzigen Geschmack herangezüchtet. Wer keinen Salbei aus dem Garten zur Hand hat, kann sich gerne auf der Wiese bedienen.

Wiesensalbei Standort

In vielen Teilen Europas kommt der Wiesensalbei seit jeher in der freien Natur vor. In Nordrhein-Westfalen zählt er mittlerweile sogar zu den gefährdeten Arten. Ackerraine und eher trockene Wiesen sind Areale, die der Wiesensalbei bevorzugt. Die Monokultur mit der Konzentration auf einzelne Produkte auf riesigen, bewirtschafteten Flächen lässt Ackerraine und Wiesen zur Seltenheit werden.

Somit verschwanden auch viele natürliche Lebensräume des Wiesensalbeis. Da sich der Wiesensalbei auch ...



in einer Höhe von bis zu 1.600 m über Normalnull wohlfühlt, kann man ihn teilweise bis in die Gipfel unserer Mittelgebirge vorfinden. Der Wiesensalbei besitzt dazu noch eine Vorliebe für kalkhaltigen Boden und einen sonnigen Stand. Er wächst bis zu 80 cm hoch.

Wiesensalbei Blüte

Die schmucke Wiesenblume steht von Mai bis Ende August in voller Blüte. Besucht wird der Wiesensalbei vorrangig von Hummeln, die sich mit dem Hebelmechanismus der Lippenblüten bestens ergänzen. Sie stecken ihren langen Rüssel ins Blüteninnere und lösen das Verfahren aus, das Pollen am Körper der Hummel abstreift. Damit bepackt fliegt die Hummel zur nächsten Blüte und sorgt für deren Bestäubung. Die Farbschattierungen der Wiesensalbeiblüten reichen von hellem bis dunklem Blau bis hin zu Violett bzw. Lila. Die Blüten sitzen in Trauben an den oberen Teilen der aufrechten oder leicht gebogenen Stängel.

Wiesensalbei Verwendung

Die Öle und Gerbstoffe sind für den typischen Geschmack des Salbeis verantwortlich. Das Laub und auch die Blüten können von Mai bis August gesammelt und getrocknet werden.

  • In der Küche wird Salbei vorwiegend als schmackhaftes Gewürz für Fleisch- und Fischgerichte genutzt.
  • Die Naturheilkunde schätzt den Wiesensalbei bei Erkältungen, Husten, Halsentzündungen, Wechseljahresbeschwerden und bei Zahnfleischproblemen.
  • In der Esoterik wird Salbei eine reinigende Wirkung zugeschrieben. So sollen durch Salbeiräucherungen alle negativen Energien verschwinden.
  • Die Kräutermagie nutzt Salbei zudem als Schutzkraut. Früher hängte man auch Salbeibüschel zum Schutz vor Blitzeinschlag im Dachboden auf.
Als äußerst attraktive Wiesenpflanze kann der Wiesensalbei mit dem intensiven Aroma des Gartensalbeis nicht mithalten, eignet sich aber trotzdem als Gewürz und als Tee mit einem milderen Geschmack.


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