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Kräuter und Gartenkräuter -
Kräuter / Gartenkräuter / Gewürze
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BorretschDer Borretsch (Borago officinalis) im Volksmund auch Gurkenkraut genannt, der sich vom charakteristischem Geschmack ableitet. Weitere Namen für Borretsch sind: Blauhimmelsstern, Herzfreude, Wohlgemutsblume und Liebäugelein. Er gehört zur Familie der Rauhblattgewächse oder Raublattgewächse und ist sowohl eine Gewürz- als auch eine Heilpflanze. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, wird aber seit dem späten Mittelalter in Europa kultiviert und zählt so zu den Archäophyten. Für den Imker zählt der Borretsch zu den Bienenweiden, sie zieht Bienen geradezu magisch an. Die blauen Blüten sind für jedes bestäubende Insekt gut sichtbar.. Borretsch wird schon von jeher mit seinen sternförmigen, blauen Blüten mit Mut
und Lebensfreude in Verbindung gebracht. Sie blüht fast bei jedem Wetter und das über mehrere Monate im Jahr.
Anbau und Ernte Die einjährige Pflanze lässt sich problemlos aus Samen ziehen, braucht aber gut dränierte Erde, in feuchter Erde wird die Pflanze größer. Die Vermehrung erfolgt am Besten durch Selbstaussaat, denn die Pflanze liebt eine Umpflanzung überhaupt nicht. Borretsch bevorzugt einen hellen, trockenen Standort und ziemlich anspruchslosen Kalk- oder Sandboden. Die Aussaat erfolgt das ganze Jahr, gut 5 cm tief und im einen Abstand von 60 Zentimeter. Die Saat keimt ziemlich schnell und ist in 5 bis 6 Wochen ausgewachsen. Wegen der langen Pfahlwurzel ist Borretsch als Topfpflanze nicht geeignet. Die verwendeten Teile sind die Blätter, Blüten und auch die Samen, ätherisches Öl.
Verwendung in der Küche Die Blätter werden sehr fein geschnitten zu Blattsalaten und rohen Gemüsesalaten gereicht, die Blüten können ebenfalls zu Blattsalaten serviert werden. Sie schmecken nicht nur gut, sie sehen zudem auch hübsch aus. Blüten können frisch oder getrocknet auch Tees beigemengt werden. Auch können die Blätter zu sauren Gurken oder Mixed Pickles zugesetzt werden, ebenso schmeckt Borretsch zu Bohnen- oder Erbsensuppe. Aus Borretsch lassen sich kalte und heiße Erfrischungsgetränke herstellen, denen man dann Zitronensaft oder Zucker zusetzt.
Verwendung in der Heilkunde Boretsch stimuliert die Nebennierentätigkeit und regt die Adrenalinausschüttung an. Er enthält viel Kalzium, Kalium und Vitamin C. Auch ist er traditioneller Teil von Hustensäften. Aus den Blättern und den Blüten lassen sich hervorragende Tees gegen Depressionen zubereiten. Aufgüsse helfen bei Hautreizungen. Er wirkt zudem gegen Furunkel, Hautausschlägen, beruhigend du entgiftend.
von Gabriele Sinzig-Freese
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