Eisenkraut - Anbau, Pflege der Eisenkrautgewächse

EisenkrautEisenkraut (Verbena officinalis) ist zudem unter den Namen Wunsch-, Sagen-, Tauben- oder Katzenblutkraut bekannt und erhält bereits durch diese Namensgebung einen mystischen Beigeschmack. Daher ist es kaum verwunderlich, dass dieses Kraut seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Heilpflanzen gehört und somit in jedem Gartenbeet ein gern gesehener Gast ist.
Folgende Ausführungen geben einen Einblick in die verschiedenen Sorten, in Anbau, Pflege und Verwendung der Pflanze. Darüber hinaus wird auf Krankheiten und Schädlinge des Krautes eingegangen.

Sorten

Vor der Kultivierung dieser Pflanze sollte

sich der Züchter zunächst entscheiden, welche Sorte von Eisenkraut er anbauen möchte. Dieses Kraut gibt es in zwei Hauptformen: zum einen in Form von buschigen, ausladenden Blumen und zum anderen in Form von Sträuchern. Folgende Aufzählung stellt kurz die gängigsten Sorten des „Echten Eisenkrauts“ mit ihren wichtigsten Merkmalen vor:
  • Romance - schnell blühend
  • Novalis - viele bunte Farben (Hybridmischung)
  • Quartz - einfarbig blühend
  • Bonariensis - fliederfarbig; kugelige Blüten
Anbau

Wichtig zu wissen ist, dass die Art und Weise, wie genau gepflanzt wird, von dem Typ des gewählten Eisenkrauts abhängt.
Folgende Ausführungen beschränken sich auf den Anbau des „Echten Eisenkrauts“.
Dieses wird zumeist zwischen Mitte Februar und Anfang April in einem Blumentopf an der warmen Fensterbank vorgezüchtet (optimale Temperatur: ca. 20 Grad). Die Kerne werden ca. einen Zentimeter tief in das Erdreich gesteckt und beginnen zumeist nach 3 Wochen zu keimen. Nach einer weiteren Woche werden die zarten Pflänzchen in ein Gemisch aus Blumenerde und Sand umgebettet, da der Boden zum optimalen Wachsen gut durchlässig sein muss. Um Frostschäden zu umgehen, sollte man mindestens bis Mitte Mai warten, bevor das Kraut ins Gemüsebeet umziehen kann. Dort werden die Sämlinge dann an einer sonnigen Stelle mit etwas 20 Zentimeter Abstand zueinander platziert.

Vermehrung

Neben dem Anbau mittels Samen ist bei der so genannten Zitronenverbe (Lippia citrodora/tryphilla) auch eine Vermehrung mittels Stecklingen möglich, die sehr leicht über
das einfache Zuschneiden der Pflanze gewonnen werden können. Diese Stecklinge sollten ca. 20 cm lang sein und werden im ersten Kultivierungsjahr einfach ins Frühbeet gesteckt. Mit Sonne und etwas Pflege beginnen die Stecklinge bereits nach einigen Wochen zarte Wurzeln auszubilden und können dann gegebenenfalls in Kulturparzellen umgesetzt werden.

Pflege

Nach erfolgreicher Kultivierung liebt diese Pflanze windgeschützte und sonnige Standorte. Bezüglich des Bodens sollte darauf geachtet werden, dass schwach saueres und wenig nährstoffreiches Substrat verwendet wird. Auch Ton- oder Lehmböden sind sehr gut für das Kraut geeignet. Erwähnter Boden sollte zudem vor allem in Sommermonaten stets ausreichend feucht gehalten werden, allerdings darf keine Staunässe entstehen. Bei frisch aufgezogenen Pflanzen empfiehlt sich zudem von Zeit zu Zeit ein Flüssigdünger Da diese Pflanze sehr kälteempfindlich ist, sollte diese in den Wintermonaten zudem in einem Topf im Keller oder in der Garage überwintern. Bei der Zitronenverbene empfiehlt es sich zudem, diese vor der Pflanzenruheperiode kräftig zuzuschneiden, wodurch sie später ein prachtvolleres Aussehen erhält.

Verwendung

Bei der Eisenkrautpflanze ist nicht jede Pflanze in der gleichen Art und Weise zu verwenden. Die meisten Pflanzen, die beispielsweise in Baumärkten oder Gärtnereien zu kaufen sind, sind einjährige Zierpflanzen, die allein der Optik dienen. Die mehrjährigen Kraute hingegen können als Heilpflanzen verwendet werden. Das

„Echte Eisenkraut“ schafft in Form eines Tees unter anderem Abhilfe gegen:
  • Sodbrennen
  • Bronchitis
  • Harnwegserkrankungen
  • Nervenleiden
  • Epilepsie
  • Nieren- Gallensteine
  • Durchfall
  • Erkältungen
  • Katarrhe
  • Appetitlosigkeit
  • Blutarmut
  • Gelbsucht
  • Wunden
Krankheiten und Schädlinge

Grundsätzlich gilt das Kraut als sehr robust. Neben Frost ist die Pflanze zudem jedoch auch anfällig für den Echten Mehltau, Schnecken und Blattläuse. Um diese Problematik umgehen zu können, sollte stets auf die optimale Pflege Acht gegeben werden.

Informatives

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis), wird auch Sagenkraut, Katzenblutkraut, Taubenkraut und Wunschkraut genannt. Früher war das Eisenkraut eines der wichtigsten Heilpflanzen und wurde sogar zur traditionellen Reinigung von Tempeln verwendet. Es ist eine mehrjährige Heilpflanze und gehört zu der Gattung der Verbenen. Die Pflanze blüht vom Mai bis zum ersten Frost mit winzigen, rot- oder hellvioletten Blüten. Sie besitzt verzweigte, vierkantige und bis zu 75 Zentimeter lange Stängel. Die europäische Pflanze ist nur noch selten anzutreffen, weit verbreitet ist die südamerikanische Pflanze. Die europäische Pflanze ist jedoch die mit der Heilwirkung, das südamerikanische Eisenkraut schmeckt nach Zitrone und ist als Haustee gut geeignet.