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Kräuter und Gartenkräuter -
Kräuter / Gartenkräuter / Gewürze
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EisenkrautEchtes Eisenkraut (Verbena officinalis), wird auch Sagenkraut, Katzenblutkraut, Taubenkraut und Wunschkraut genannt. Früher war das Eisenkraut eines der wichtigsten Heilpflanzen und wurde sogar zur traditionellen Reinigung von Tempeln verwendet. Es ist eine mehrjährige Heilpflanze und gehört zu der Gattung der Verbenen. Die Pflanze blüht vom Mai bis zum ersten Frost mit winzigen, rot- oder hellvioletten Blüten. Sie besitzt verzweigte, vierkantige und bis zu 75 Zentimeter lange Stängel. Die europäische Pflanze ist nur noch selten anzutreffen, weit verbreitet ist die südamerikanische Pflanze. Die europäische Pflanze ist jedoch die mit der Heilwirkung, das südamerikanische Eisenkraut schmeckt nach Zitrone und ist als Haustee
gut geeignet.
Anbau und Ernte Das Eisenkraut liebt sonnige und windgeschützte Lagen. Der Boden sollte schwach sauer und wenig Nährstoffe enthalten. Lehmboden oder Tonböden werden bevorzugt. Im Sommer ist das Eisenkraut sehr durstig. Sie ist ausdauernd und unauffällig und wächst darum gerne an Wegen, vor Hecken und auch auf Schuttplätzen. Ihre Wurzel reicht bis zu 60 Zentimeter tief und ist spindelförmig verzweigt. In ausgesuchten Sämereien kann man Samen erwerben und diese sollte man im Frühjahr gleich im Freiland aussäen. Die Pflanze streut sich jedoch selber sehr stark aus. Verwendet werden die Blüten und die Blätter, die man trocknet und zu einem Tee aufbrüht oder aber als Tinktur verwendet. Auch frisch kann das Eisenkraut aufgebrüht werden.
Verwendung in der Heilkunde Eisenkraut wirkt gegen Bronchitis, ist wundheilend, milchbildend, harntreibend. Es hilft gegen Sodbrennen und gegen Katarrhe der oberen Luftwege. Eisenkraut hat in der Pflanzenheilkunde eine wirklich lange Tradition, die bis ins frühe Altertum zurückreicht. Heute wird es jedoch nur noch selten in der Volksmedizin eingesetzt. Früher hatte das Eisenkraut dennoch eher eine kultische Verwendung, es wurde benutzt um Opfersteine und Altare zu reinigen. Besonders in Südeuropa war das Eisenkraut im Aberglauben sehr tief verwurzelt. Selbst im Mittelalter hatte das Kraut noch Verwendung bei Beschwörungszeremonien.
von Gabriele Sinzig-Freese
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