Exotische Gewürze - Anis, Sternanis, Safran, Vanille und Ingwer

Exotische GewürzeWir alle kennen das vom Urlaub: magisch angezogen vom betörenden Duft der exotischen Gewürze müssen wir Halt machen bei den Gewürzhändlern, ein wenig hier rasten, schnuppern, die Vielfalt der Farbschattierungen in ihrer Leuchtkraft bestaunen. Vom brennenden Rot über warmes Braun bis zum sanften Gelb breitet sich die Farbpalette vor uns aus - fast mehr als das Auge erfassen kann.

 Jedes dieser Gewürze hat sein ganz spezielles Aroma und seinen eigenen, ganz typischen Geschmack. Sie verbessern nicht nur durch

ihre Würze unsere Speisen, sondern regen auch den Appetit an, stimulieren die Verdauung, beleben durch ihren Duft unsere Sinne - und heben die Stimmung.

Sehr interessant sind auch indische Gewürze.

Anis

... ist eines der ältesten Gewürze, stammt aus dem Mittelmeer; die getrockneten, sehr würzkräftigen Samen ähneln Kümmel, ihr angenehmer süsser Geschmack erinnert an Lakritze. Anis wird hauptsächlich beim Backen verwendet, also für Brot und Gebäck, aber auch bei fernöstlichen Spezialitäten, und gibt Raki und Ouzo das typische Aroma; Anis fördert Appetit und Verdauung.

Sternanis

Bekannt als chinesische Gewürz- und Heilpflanze - die Samen sitzen in den Zacken der sternenförmigen Frucht. In der chinesischen Küche verfeinert man damit Schweinefleisch, Gans und Ente - bei uns gibt es Weihnachtsbäckerei, Tee, Glühwein, Pflaumenmus usw. die besondere Note. Wird aber auch zur Herstellung von Hustensaft und sogar Zahnpasta verwendet.

Safran

... macht nicht nur den Kuchen gut... sondern würzt und färbt auch Fischgerichte, Reis und Gebäck. Zu langes Kochen jedoch lässt den Duft absterben... Safran stammt aus dem östlichen Mittelmeer und Kleinasien und wird aus den getrockneten Blütennarben des Safran-Krokus gewonnen.

Vanille

Die beste Sorte, die Bourbon-Vanille - die ihren Namen von der gleichnamigen Insel hat - wird hauptsächlich auf Madagaskar angebaut. Bei der Ernte sind die Früchte (Vanilleschoten) grün und geschmacklos. Erst durch Trocknen erhalten sie ihre schwarzbraune Farbe und ihr

Aroma. Das Vanillemark erhält man durch Aufschneiden und Auskratzen der Schoten. Veredelt Kuchen, Gebäck, Süss-Speisen, Eis und Liköre.

Ingwer

Beheimatet in Südostasien liefert der getrocknete Wurzelstock das scharf- pikante Gewürz, welches für Bonbons, Liköre, Marmelade, Bier und Ginger Ale gebraucht wird. Ingwer ist sowohl frisch als auch als Pulver erhältlich.

Gewürznelken

Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des südostasiatischen Gewürznelkenbaumes; sie haben einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen und heben durch ihr Aroma den Geschmack von Lebkuchen, Likören und Kompotten. Aber auch in Rotkohl, bei Fleisch und Fisch können sie das i-Tüpfelchen sein. Selbst in der Parfum- und Seifenindustrie sind Gewürznelken gefragt. Sie werden als ganze Nelken oder auch gemahlen angeboten.

Muskat

Gewürze Die gelben Früchte des tropischen Muskatnussbaumes geben nach der Reife einen Kern (die Muskatnuss) frei. Gerieben werden damit Suppen, Sossen, Blumenkohl und Kohlrabi, machmal auch Fleisch abgeschmeckt. Aufgrund seiner hohen Würzkraft darf Muskat nur sparsam eingesetzt werden. Wirkt krampflösend und durchblutungsfördernd.

Zitronengras

ist eine grasähnliche Gewürzpflanze - wird frisch, getrocknet oder als Pulver angeboten. Das kräftige, zitronenartige Aroma findet hauptsächlich bei Geflügel, Fisch und Lammgerichten Verwendung, aber auch bei Marinaden und Dips. Als frisches Gras wird das Gewürz meist nur mitgekocht - aber nicht mitgegessen.

Cayennepfeffer

sieht nicht aus wie Pfeffer - und ist auch keiner, sondern wird durch Mahlen der getrockneten Chilischoten gewonnen! Cayennepfeffer ist temperamentvoll wie die Bevölkerung seiner

Heimat Südamerika - regt aufgrund seiner Schärfe die Magensaftproduktion an, und kann bei Überwürzung sogar die Magenschleimhaut reizen. Ist, bei sparsamer Verwendung, jedoch hervorragend zum Aufpeppen sämtlicher Speisen geeignet. Findet auch Anwendung in Wärmepflastern und Rheumasalben!

Piment

Westindien gilt als Ursprungsland, das Hauptexportland mittlerweile ist aber Jamaika. Die Beerenfrüchte werden im unreifen, grünen Zustand gepflückt und erhalten erst durch Trocknung ihre rotbraune Färbung. Piment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist geschmacklich eine Mischung aus Nelke, Zimt und Muskat - mit einem Hauch von Pfeffer. Gibt Glühwein, Likören und Magenbitter die besondere Note, wird aber ebenso in der Wursterzeugung geschätzt, wie auch für eingelegtes Gemüse und Gewürzpasten. Pimentöl ist auch in der Seifenü und Parfumerzeugung gefragt.

Schwarzer Pfeffer

Pfeffer Indien ist das Land "wo der Pfeffer wächst"! Schwarzer, weisser und auch grüner Pfeffer - alle stammen  von der Kletterpflanze "Piper nigrum".
Schwarzer Pfeffer wird aus unreifen Früchten gewonnen, ist schärfer als weisser oder grüner - verliert aber gemahlen rasch an Aroma.
Weisser Pfeffer stammt von den ausgereiften Früchten und hat weniger Würzkraft.
Grüner Pfeffer wird unreif und grün verwendet - und bleibt weich und ungemahlen.
Pfeffer ist ein unvergleichlich beliebtes Gewürz, wird in der ganzen Welt geschätzt und ist nahezu uneingeschränkt bei kräftigen Speisen verwendbar.