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Weihnachten 2008
Gundermann
Kräuter und Gartenkräuter - Kräuter / Gartenkräuter / Gewürze

Gundermann

Der Gundermann (Glechoma hederacea L.) wächst unauffällig in Naturbelassenen Gärten. Er wird auch Gundelrebe, Blauhuder, Donnrebe, Hederich, Erdefau, Udram, Silberkraut genannt und ist eine weit verbreitete, kriechende und mehrjährige Heilpflanze, gehört zu der Familie der Lippenblütler. Da er bis zu einen Meter lange Ausläufer treiben kann, kann er auch im garten als Bodendecker dienen. Er blüht von März bis Juni. Der Gundermann wächst meist wild auf Rasen oder in Fugen und kann schnell große Flächen bedecken. In der heimischen Gartenwelt gilt er als Unkraut, ist aber bei weiten nicht so schwer zu bekämpfen wie der Giersch, der ja nahezu als ...
unbezwingbar gilt. Man vermutet dass sich der Name vom gotischen Grund ableitet, was in etwa Eiter bedeutet. Früher wurde er zur Wundheilung verwendet.

Anbau und Ernte
Inzwischen gibt es Zierformen von dieser eher als Unkraut verschrienen Pflanze. Diese Pflanzen kann man im Handel erwerben und sollte sie nach den Nachtfrösten an einen sonnigen Platz setzen. Große Ansprüche hat die Pflanze nicht, sie ist pflegeleicht, liebt es sonnig bis halbschattig und besticht durch ihre blauen leicht lilafarbenen Blüten.

Verwendung in der Küche
Früher wurde er Gundermann sogar zur Bierherstellung verwendet, bis die Zeit des Hopfens im 17. Jahrhundert kam. Der englische Name alehoff zeugt noch durch den Namen von der Bierherstellung – Ale. Der Gundermann verfügt über viele Bitterstoffe und sieht eine Minze sehr ähnlich. Wegen seinem Geschmack gehört aber der Wildwachsende Gundermann zu den würzig schmeckenden Wildkräutern. Die Blätter enthalten viel Vitamin C und schmecken recht gut in Blattsaaten. Wenn man die Blätter zerreibt, entweder frisch oder getrocknet, können sie als Ersatz für Pfeffer dienen. Er kann in der Küche zu Kräuterbutter und auch als einfaches, aber gut schmeckendes Küchengewürz verwendet werden.

Verwendung in der Heilkunde
Der Gundermann soll die Blase und die Niere anregen, gut in der Rekonvaleszenz sein. Auch sonst wird ihm eine Stoffwechselfördernde Wirkung und eine Hilfe gegen schlecht heilende Wunden nachgesagt.

von Gabriele Sinzig-Freese
 


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