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Die Heidelbeere (Vaccinium), auch als Schwarzbeere, Blaubeere, Mostbeere, Staudelbeere Moppeln und Bickbeere bekannt, gehört zur Gattung der Heidekrautgewächse. Heidelbeeren wachsen liebend gerne in Moorlandschaften und lichten Wäldern. Darum kann man sie im Sommer gerne bei einem kleinen Spaziergang im Wald antreffen, dort wachsen sie dann in größeren Ansammlungen und verleiten nahezu zum Verweilen und naschen. Trotzdem sollte man die Beeren vor dem Verzehr immer erst waschen, denn es besteht die Gefahr des Fuchsbrandwurmes. Auch muss man darauf achten, dass man sie nicht mit der Rauschbeere verwechselt. Sie sieht der Heidelbeere täuschend ähnlich, nur das Fruchtfleisch ist hell. Der deutsche Name
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der Heidelbeere ist wohl darin begründet, dass die Pflanze eine „auf der Heide wachsende Beere“ ist.
Anbau und Ernte Wie in der Einleitung schon geschrieben, wächst die Heidelbeere in lichten Wäldern. Somit ist der Anspruch der Halbsträucher schon erklärt. Sie liebt es auch Nährstoffarm. Inzwischen gibt es aber verschiedene Hybriden zu kaufen, die sich als Kübelpflanzen gut eignen. Diese speziellen Kulturheidelbeeren sind 1 bis 1,5 Meter große Sträucher mit großen blauen Beeren, die dann im Unterschied zu den wild wachsenden Arten meist weißes Fruchtfleisch besitzen. Sie sind ideal für den Hausgarten, da sie kaum von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Jedoch muss der Boden entsprechend vorbereitet werden, sie liebt einen sauren Boden. Die wild wachsende Pflanze blüht von Mai bis Juni. Ernten kann man die Beeren im Herbst. Die Früchte schmecken wohlschmeckend und leicht säuerlich. Bei empfindlichem Magen-Darmtrakt kann es aber durch die Kerne zu einer leicht abführenden Wirkung kommen, denn sie reizen die Schleimhäute. Geerntet werden Blätter und Beeren, die dann getrocknet werden. Die Sammelzeit oder die Erntezeit erstreckt sich vom Juni bis zum August. Die Inhaltsstoffe sind unter anderem Gerbstoffe, organische Säuren, Vitamin C, Chinasäure, Myrtillin, Hydrochinon und Vacciniin.
Verwendung Als Heilpflanze wurde die Heidelbeere zuallererst von Hildegard von Bingen erwähnt. Sie wirkt gegen Durchfall, Mund- und Rachenentzündungen, leichten Verdauungsstörungen und antibakteriell, entzündungswidrig. Als Tinktur, bei äußerlicher Anwendung erzielt man gute Erfolge bei juckenden und nässenden Hautauschschlägen, Bartflechte, Geschwüren und Ekzemen. Trockene Beeren kaut man, wenn man Probleme mit der Mund- bzw. Rachenschleimhaut hat. Vor der Verwendung von getrockneten Heidelbeerblättern warnt das Bundesgesundheitsamt. Die Blätter enthalten den Wirkstoff Hydrochinon, so dass es zu einer Vergiftung kommen kann. Heidelbeerblätter nutz man jedoch bei Durchfällen, Blasenschwäche, Magenbeschwerden und auch gegen Husten. Aus den Beeren der Heidelbeere werden Gelee, Marmelade und Heidelbeerwein und Heidelbeerlikör hergestellt. In der Küche werden die Beeren vielfältig zu Kuchen und Desserts verwendet.
von Gabriele Sinzig-Freese
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