Indische und asiatische Gewürze

Zimt - bei uns als Weihnachtsgewürz bekanntDas unvergleichliche Aroma Indiens besteht nicht nur aus Rosen und Jasmin, sondern besonders aus den Düften der Gewürze der indischen Küche. Doch welche Gewürze zählen überhaupt zu den Indischen? Und bieten sie sich auch für die europäische Küche an?

Zimt

Der bekannteste Vertreter indischer Gewürze ist sicherlich der Zimt, in Indien meist Dalchini genannt, der ursprünglich von Sri Lanka (also Ceylon) kommt. Die Pflanze gehört zur Familie der Lorbeergewächse, für die Küche wird jedoch nur die geerntete Rinde junger Bäume verwendet,

da in der Rinde das meiste ätherische Öl vorkommt. Zimt hat einen sehr aromatischen, angenehm süßen Geschmack. In Indien wird er nicht nur für Süßspeisen, sondern auch zum Beispiel für Gewürzreis verwendet. Bei uns hat der Zimt längst Einzug in die Kuchen- und Plätzchenbackerei erhalten und ist daraus nicht mehr wegzudenken.

Chili

Auch Chili ist uns bekannt. Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Für die Küche verwendet werden nur die Beeren bzw. Früchte, oft auch einfach nur Kapseln genannt, die teilweise reif, teilweise unreif geerntet werden. Die Schärfe der Chilis variiert von Sorte zu Sorte (schärfste Sorte der Welt heißt übrigens Red Savina Habanero) ü allerdings hat jede Sorte den typischen feurigen und beißenden Geschmack. In Indien wird Chili gern für scharfe Marinaden, Reis und Gemüse verwendet. Auch bei uns gibt es mittlerweile massenhaft Chililiebhaber, die auf mit Chili gewürzte Tomatensoße oder Gulasch schwören.

Koriander

korianderKoriander, auch indische Petersilie genannt, ist ein Doldenblütengewächs. Geerntet werden in Indien nur die Früchte und die Blätter. Das Aroma der Korianderfrüchte ist warm und nussig, doch nicht jedermanns Geschmack in Europa. Das Selbe gilt für frische Korianderblätter: Korianderliebhaber beschreiben das Aroma als frisch und würzig, fast citrusartig. Für die meisten Europäer jedoch riecht frischer Koriander beinahe abstoßend und seifenähnlich; in Indien hingegen zählt er zu den beliebtesten Gewürzen: Er wird

frisch verwendet um Joghurtsoßen zu verfeinern, gemahlener, trockener Koriander ist beliebt bei würzigen Fleischgerichten.

Kurkuma / Gelbwurz

Kurkuma oder Gelbwurz ist ein Ingwergewächs, demzufolge wird für die Küche der Wurzelstock, fälschlicherweise oft als Wurzel bezeichnet, geerntet. Frisch riecht der Wurzelstock relativ herb und intensiv, getrocknet und zerstoßen jedoch entwickelt er ein angenehm würziges Aroma. Kurkuma wird auch als indischer Safran bezeichnet, zurückzuführen auf die gelbe Farbe des zerstoßenen Wurzelstockes. In Indien wird Kurkuma vor allem zum verfeinern von Reisgerichten verwendet. In der europäischen Küche wird Kurkuma ebenfalls für Reis und auch Couscous benutzt.

Kardamom

Auch Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse. In Indien verbreitet und beliebt ist vor allem der Schwarze Kardamom, der ein kräftiges, frisches, an Kampfer erinnerndes Aroma hat. Da Kardamom über dem offenen Feuer getrocknet wird, lässt sich oft eine gewisse Räuchernote finden. Für die Küche werden nur die Samen verwendet. Schwarzer Kardamom wird vor allem in Nordindien gerne in unzerstoßenen Kapseln für kräftige Schmorgerichte verwendet, doch auch Gemüse bekommt durch ihn eine interessantere Note.

Bockshornklee

Bockshornklee ist ein Schmetterlingsblütengewächs. Für die Küche werden die gelb-braunen Samen, in Indien aber auch besonders die kleinen grünen Blättchen, verwendet. Der Geschmack ist leicht bitter und trotzdem aromatisch, europäische Gaumen werden eventuell an Liebstöckel erinnert. In Indien ist Bockshornkleegemüse sehr beliebt. Die kleinen Blättchen

werden wie Spinat zubereitet.

Schwarzer Kreuzkümmel

Kümmel - nicht jedermanns Geschmack

Der schwarze Kreuzkümmel ist bei uns weniger bekannt, was sicherlich mit dem Namen Kümmel zutun hat, obwohl der Kreuzkümmel geschmacklich ganz woanders liegt: Das Aroma des (schwarzen) Kreuzkümmels ist schwer und irgendwie nussig. Verwendet werden die Samen der Pflanze, in Kaschmir allerdings isst man auch Kreuzkümmelwurzeln als Gemüse. Schwarzer Kreuzkümmel schmeckt besonders gut auf Fladenbrot oder kleinen salzigen Küchlein und Pasteten.

Curryblätter


Die in Indien beliebten Curryblätter stammen von der Currypflanze, ein Rautengewächs, und nicht mit dem im Mittelmeerraum verwendeten Currykraut zu verwechseln. Verwendet werden für die Küche nur die Blätter. Da sie getrocknet sehr schnell ihr feines Aroma verlieren, sollte man sie nur frisch kaufen. Ihr Geschmack ist frisch und angenehm und erinnert sehr entfernt an Mandarinen.

Schwarzer Senf

Beim Schwarzen Senf, ein Kreuzblütengewächs, haben die getrockneten Samen zwar keinen typischen Geruch, entwickeln aber nach längerem Kauen ein intensives, scharfes Aroma. Sie haben eine dunkelbraune bis schwarze Färbung und sind höchstens ein Millimeter im Durchmesser. Geröstete Samen verströmen einen nussig würzigen Duft und eignen sich für zahlreiche Fleischgerichte.