Mooskrause oder Wurzelpetersilie? - Tipps zum Anbau

WurzelpetersilieImmer wieder Petersilie: In Deutschlands Küchen ist Petersilie das wohl beliebteste frische Küchenkraut. Es gibt Petersilie mit fleischigen, würzigen Wurzeln sowie mit glatten und mit krausen Blättern, letztere der insgesamt drei Kultursorten heißt „Mooskrause“.

Mooskrause und Wurzelpetersilie

Mooskrause ist fein gekräuselt und satt grün. Ihre Blätter liefern die typische Würze, die Stängel werden nicht verwendet. Diese Art ist ein guter Lieferant von Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere von Kalzium, Eisen und Vitamin C.

Glatt und groß dagegen ist das Blattwerk der

Wurzelpetersilie, was es hervorragend zur Gabe an Salate und als Tisch- und Tellerdekoration prädestiniert. Die fleischige Wurzel würzen Eintöpfen und Suppen.

Die Petersilienblätter komplettieren Salate, Kartoffeln, Gemüsegerichte, Eierspeisen, Soßen sowie Kräuterbutter und Kräuterquark mit ihren wunderbaren Aromen.

Tipp: Petersilienblätter bitte nie mitkochen, weil sie dann wertvolle Vitamine verlieren. Die Wurzel kocht man dagegen mit.

Der Anbau der Petersilie

Anbau von PetersilieEgal, ob Wurzelpetersilie oder Mooskrause, kompliziert ist der Anbau der zweijährigen Petersilie nicht. Sonnig bis halbschattig sollte der Standort allerdings sein. Der Boden muss gut gelockert und feucht gehalten werden, wobei stauende Nässe vermieden werden sollte. Für einen guten, konstanten Ertrag benötigt man kalkhaltige, nährstoffreiche Erde, die mit Algenkalk, Steinmehl und Kompost altgedüngt wurde.
Frühzeitig im Jahr sät man die Petersilie in Töpfe auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus.
Die wenig kälteempfindlichen Samen können aber auch ab Mitte März 0,5 cm bis maximal 1 cm tief in den wärmer gewordenen Gartenboden im Freiland.
Hier wird die Petersilie nach circa 3 Wochen keimen, als Markierungssaat bietet sich der früher keimende Radieschensamen an.

Tipp:Den Radieschensamen einfach unter den Petersiliensamen mischen und gemeinsam ausbringen.

Der Abstand zwischen den Reihen kann 20 cm betragen. Ernten kann man Mooskrause ab dem Juni.
Auf starke Austrocknung reagiert die Petersilie recht empfindlich.

Folgesaaten sorgen für die ganzjährige Ernte.
Wer Petersilie im Monat August spät aussäen will, generiert robuste Pflanzen und eine zweijährige Ernte. Dabei reagiert der Bestand bei ausgeprägter Winterkälte mit einer frühsommerlichen Blüte. Dann sollte ein radikaler Rückschnitt erfolgen.

Die Wurzeln der Petersilie überstehen Eiseskälte, die Blätter allerdings lediglich leichte Minustemperaturen. Vliesabdeckung schützt aber vor Kälte und auch vor zufliegenden Schädlingen.
Schnecken können die junge Saat gefährden.

Sind zwei Jahre vergangen, sollte ein neuer Standort für Petersilie ausgewählt werden. Andere Doldenblütler, beispielsweise
  • Fenchel, Dill, Pastinaken, Sellerie und Möhren, sind keine geeigneten Nachfolger.
  • Grünkohl, Knoblauch, Gurken, Rettich, Radieschen, Tomaten oder Ringelblumen sind geeignete
    Nachkulturen.
Mooskrause

Mooskrause kann in Mischkulturen mit Möhren, Kohl, Zwiebel oder Spargel und sogar mit Studentenblumen und Rosen angebaut werden. Rettich, Radieschen, Zwiebeln und Tomaten halten Schädlinge von der Petersilie fern. Gerne wird die ungeschützte Petersilie von Hasen und Kaninchen abgefressen.
Sie wird über den ganzen Sommer geerntet, wobei die Herzblätter immer stehen bleiben, damit die Petersilie schön kräftig weiterwächst.
Tipps:
  • im Spätherbst ausgegrabene Pflanzen werden in Töpfe gesetzt und treiben erneut. Sie sollten kühl und hell stehen
  • Petersilie im Beettunnel ermöglicht eine Ernte über den ganzen Winter.
Petersilie KrauseWurzelpetersilie

Neben dem würzigen,

glatten Blattwerk liefert die Pflanze eine bis 20 cm lange Wurzel. Aussaat und Anzucht ähneln der Mooskrause, wobei ihre Ernte etwas später, ab dem Oktober erfolgt.
Vor dem Winter wird Wurzelpetersilie im Freiland gut abgedeckt.
Eine lockere 10-Zentimeter-Erdschicht ist dazu gut geeignet. So werden Fröste gut vertragen.
Alternativ können die Petersilienwurzeln im Spätherbst ausgegraben und im feuchten Sandbett im Keller gelagert werden. Das macht sie übrigens viel aromatischer.
Eine weitere Überwinterungsmöglichkeit ist das Verpflanzen in Töpfe oder Pflanzkübel. Die Erde sollte nährstoffreich sein und die Herzblätter werden bis auf die innersten zurückgeschnitten. Am hellen und kühlen Standort werden die Wurzeln schnell wieder austreiben.
Vorsicht!
Sind die Wurzeln angefroren, können sie nicht geerntet werden. Beim Auftauen werden sie schnell matschig.

Verwendung

Die Petersilie ist eines der beliebtesten Küchenkräuter, denn es findet bei sehr vielen Gerichten Anwendung. So kann man Kartoffeln und Fisch durch Petersilie verfeinern und auch in einem frischen Salat darf eine frische Petersilie nicht fehlen.

Anbau auf BalkonPetersilie kann auch als Dekoration eingesetzt werden und kommt vor allem auch in Suppen vor. Zudem ist Petersilie sehr gesund, denn sie enthält sehr viel wichtiges Vitamin C. Kaufen kann man Petersilie für den Eigenanbau in so gut wie jedem Baumarkt und auch in einem Fachgeschäft für Garten und Gartenzubehör kann man die Petersilie kaufen.

Dabei eignen sich Saatbänder besonders gut für die einfache und gleichmäßige Aussaat im Garten. Möchte man sich einen kleinen Kräutergarten in der Küche auf der Fensterbank anlegen, sind Saatscheiben besonders gut geeignet. Sie kann man ebenfalls im Baumarkt, Gartenfachgeschäft oder über das Internet beziehen, wobei die Kosten zwischen einem und drei Euro liegen.

Es gibt unterschiedliche Arten der Petersilie, wobei besonders häufig die Sorte Mooskrause und die Wurzelpetersilie Verwendung finden. Welche Petersilie nun die bessere ist, kann man so gar nicht sagen. Sie unterscheiden sich vor allem im Aussehen.

Die Mooskrause ist eine Spezialzucht der Petersilie und zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr dunkelgrün und fein gekräuselt ist. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, sollte die Aussaat in Reihen von 20 Zentimetern Abstand erfolgen. Der Boden sollte dabei sehr locker und nahrhaft sein. Wichtig ist, dass sich hier keine Feuchtigkeit stauen kann, da die Blätter der Mooskrause sonst braun werden.

Geerntet werden von der Mooskrause nur die Blätter und nicht die Stiele. Mooskrause kann man durch Einfrieren bis zu einem Jahr haltbar machen. Als getrocknetes Gewürz ist sie allerdings weniger gut geeignet. Charakteristisch für die Mooskrause ist, dass sie sehr eisenhaltig ist und zudem Kalzium, Karotin und viele weitere Vitamine enthält.

Die Wurzelpetersilie ist eine zweijährige Pflanze, die allerdings sehr frostempfindlich ist. Charakteristisch für die Wurzelpetersilie ist, dass ihre Blätter sehr groß werden, sodass sich diese Petersilienart besonders gut für Dekorationszwecke oder die Anreicherung von Salat eignet.

Für ein gesundes Wachstum benötigt die Wurzelpetersilie einen lockeren und durch durchlässige Boden. Eine Aussaat sollte im März bis April stattfinden, wobei die Keimung rund 20 Tage dauert. Wurzelpetersilie keimt wesentlich langsamer und unregelmäßiger als andere Petersilienarten.