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Portulak - Pflege der Portulakröschen (Portulaca oleracea)
Portulak oder auch Sommer-Portulak (oder Portulakröschen) ist eine Pflanzenart in der Gattung Portulak. Die auch als Gewürz-Portulak bezeichnete Pflanze ist nicht zu verwechseln mit dem Portulakröschen (Portulava grandiflora), dieser bunten und reich blühenden Sommerblume für Balkon und Garten.
Der Sommer-Portulak ist eine einjährige, krautige und sukkulente Pflanze. Sie wird bis zu 40 cm hoch und verzweigt sich stark. Seine Ursprungsregion ist nicht mehr nachzuweisen. Bis auf die Polargebiete ist die Pflanze heute weltweit verbreitet. Dazu beigetragen haben die schnelle Vermehrung (Sämlinge wachsen innerhalb von 6 Wochen auf, blühen und streuen schon wieder Samen
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aus), die Langlebigkeit der Samen ( nach 14 Jahren keimen noch 50 %) sowie deren Schwimmfähigkeit und Meerwasserbeständigkeit. Als Standort bevorzugt der Portulak einen sonnigen und windgeschützten Platz. Die Pflanzen sind sehr anpassungsfähig und kommen mit den meisten Bodenarten gut zurecht. Am besten wachsen sie in einem leichten, sandigen und humosen Boden. Im Garten benötigen sie kaum Pflege. Topfpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden.
Der Sommer-Portulak dient seit mehreren tausend Jahren der Ernährung, ist aber, wie die meisten Wildgemüse etwas in Vergessenheit geraten. Junge Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussartig, ältere Blätter dagegen bitter. Im Freiland kann nach der Aussaat im Mai bereits nach fünf Wochen die erste Ernte „eingeholt“ werden. Wenn man die Blütenknospen und obersten Triebspitzen entfernt, verzweigen sich die Pflanzen stärker und erzeugen so mehr Blätter.
Die Blätter des Portulak enthalten größere Mengen Vitamin C und Omega-3-Fettsären und kleinere Mengen der Vitamine A, B und E, der Mineralstoffe und Spurenelemente Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Zink sowie Alkaloide, Flavonoide, Cumarine, Saponine, Glutaminsäure, Oxalsäure und das Sterin-Beta-Sitosterol. Portulak kann Linderung bei Sodbrennen, Gastritis und Verstopfung bringen. Außerdem wird Mangelerkrankungen vorgebeugt.
Die Blütenknospen, geerntet zwischen Mai und Juni können als falsche Kapern verwendet werden. Die Schösslinge, Blätter und Stängel vor der Blüte kann man roh als Salat essen, klein geschnitten als Würze zu Quark, Gemüse, Spinat und Suppen. Durch seine schleimige Konsistenz wirkt Portulak andickend. Portulak ist sehr wärmebedürftig und sollte nicht vor Mitte Mai ins Freiland ausgesät werden. Die Keimzeit beträgt 5 bis 10 Tage. Wichtig ist, die Pflänzchen immer gut feucht zu halten. Bereits nach 4 bis 5 Wochen kann geerntet werden. Wenn man dem Portulak nach der Ernte nochmals gut verrotteten Kompost untermischt, treibt er schnell wieder aus und kann 3 bis 4 mal im Jahr geerntet werden. Die letzte Aussaat kann bis Ende Juli erfolgen.
Portulakpflanzen können ähnlich dem Schnittlauch in Töpfen im Haus überwintern und abgeerntet werden.
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