Beliebte Sommerkräuter aus Wald, Flur und Garten

kamille3 flIm sommerlichen Speiseplan dürfen sie nicht fehlen, die beliebten Kräuter aus Wald, Flur und Garten. Denn sie verleihen so manchem Gericht das gewisse Etwas oder gehören mitunter sogar zum Hauptbestandteil mancher Speisen.

Das Wissen um die Kräuter ist aber nicht nur für Köche von Vorteil, auch Wanderer können das eine oder andere Kraut als Notfallmedizin verwenden. Um die wichtigsten Sommerkräuter kennen zu lernen, empfiehlt sich die Teilnahme an einer Kräuter-, Wald- und Wiesenwanderung. Aber auch mit einem Bestimmungsbuch oder mit

Hilfe einer Smartphone-App kann man dem Geheimnis der Kräuter auf eigene Faust auf die Spur kommen.

Sieben Sommerkräuter für eine „Grüne Soße“

Nicht nur im Hessischen landet die „Frankfurter Grüne Soße“ auf dem Teller, sondern auch anderswo wird diese zu Pellkartoffeln oder Rindfleisch gegeben. Auch wenn die Rezepte variieren, sollte die berühmte „Grie Soss“ folgende sieben Kräuter enthalten: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Ein Hauch von Mittelmeer im eigenen Garten

Aber auch schon die alten Römer wussten eine Salsa verde zu schätzen. Aber auch heute noch wird aus Zutaten wie Olivenöl, Pinienkernen, Parmesan und frischem Basilikum im Nu ein leckeres Pesto gezaubert. Sie werden mediterrane Kräuter genannt. Gemeint sind damit typische Vertreter, wie Lavendel (Lavandula angustifolia),
Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Thymian (Thymus vulgaris) und Wermut (Artemisia absintium). Sie eignen sich zum Würzen leichter Sommergerichte oder sorgen auch so für einen Hauch von Urlaub im eigenen Garten.

In Feld und Flur

Aber nicht nur im eigenen Garten gedeihen beliebte Sommerkräuter prächtig. So manche Pflanzen sind auch in Feld und Flur zu finden. Zu den wichtigsten Sommerkräutern gehören beispielsweise Andorn (Marrubium vulgare), Augentrost (Euphrasia officinalis),  Kamille (Matricaria chamomilla), Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) Labkraut (Galium Verum), Ringelblume (Calendula officinalis), Sauerampfer (Rumex acetosa), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Schafgarbe (Achillea millefoium) und Vogelmiere (Stellaria media). Sie alle werden in der Küche oder der Kräuterheilkunde verwendet. Wie wäre es zum Beispiel mit einer frischen Sauerampfersuppe oder einem Salat aus Hirtentäschel bzw. Vogelmiere? Und wer hätte es gewusst, dass Spitzwegeriche einem Wanderer, der sich verletzt hat, als Pflaster dienen können. Dazu wird ein frisches Spitzwegerichblatt zerkaut und auf die Wunde gelegt und mit einem unversehrten Spitzwegerichblatt zugedeckt.

tee-teetasse-minze flTees aus Sommerkräutern

Ob heiß oder kalt getrunken, ein selbst zubereiteter Tee aus frischer Minze (Mentha) ist ein leckerer Durstlöscher. Geschmacklich abrunden lässt sich dieses natürliche Erfrischungsgetränk mit einem Schuss naturtrübem Apfelsaft. Aber auch Lavendelblüten eigenen sich für einen Teeaufguss. Dieser wird empfohlen, wenn man Schwierigkeiten hat beim Einschlafen oder Beschwerden im oberen Bauchbereich. Bei Husten und Bronchitis wird ein Tee aus Thymian angewendet. Zum Trinken oder Gurgeln bei Halskrankheiten kommt Salbeitee zum Einsatz.

Fazit der Redaktion

Die Natur lässt also für viele alltägliche Beschwerden ein Kraut wachsen. Wichtig ist aber vor der Anwendung von Kräutern, sich zunächst intensiv mit deren Wirkungsweisen zu befassen! Denn beispielsweise ist eine Einnahme von Hirtentäschel in der frühen Schwangerschaft kontraindiziert, weil es wehenfördernd ist und so die Gefahr einer Frühgeburt birgt.