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Sumak-Gewürz - Gewürzsumach - Anbau und Verwendung

Exotische Kräuter und Gewürze in der heimischen Küche auszuprobieren liegt voll im Trend. Und so hat sich hierzulande unter anderem auch das leckere Sumak-Gewürz seinen festen Platz in den Küchen erfahrener Hausfrauen und anspruchsvoller Genießer gesichert.

pflanzenzuchtBeim ...



so genannten Gewürzsumach handelt es sich um ein leicht säuerlich schmeckendes Gewürz, welches zugleich auch durch seine feinherbe Note punktet. Die enthaltenen, verschiedenartigen Fruchtsäuren (Apfel-, Zitronen-, Weinsäure et cetera) sind hauptsächlich für den besonderen Geschmack vom Sumak-Gewürz verantwortlich.

Keine günstigen Bedingungen für eine erfolgreiche Kultivierung hierzulande

Die Pflanze kommt überwiegend in der Türkei, im Iran, auf Sizilien oder in Zentralasien vor. Sie ist in der Regel als Wildpflanze zu finden und wird deshalb in der Regel nicht kultiviert. In unseren westeuropäischen Gefilden ist der Anbau des Gewürzsumach so gut wie nicht möglich, was einzig und allein mit den für das Gewächs ungünstigen Klimabedingungen zu begründen ist. 

Nichtsdestotrotz versucht sich aber ...



der eine oder andere Hobbygärtner mit der Anzucht des Sumak-Gewürzes im heimischen Garten. Ein Versuch, der viel Geduld und Sensibilität erfordert, der aber mitunter sogar durchaus von Erfolg gekrönt sein kann. Am besten ist ein vielversprechender Anbau möglich, wenn kleine Ableger des Sumakgewächses in einem speziell belüfteten und gleichzeitig trocken gehaltenen Gewächshaus angezogen werden. Regelmäßiges Düngen ist hierbei meist nicht erforderlich, jedoch sollte – vor allem bei Jungpflanzen – großer Wert auf einen möglichst nährstoffhaltigen Boden gelegt werden. 

Die Pflanze ist ansonsten vergleichsweise anspruchslos. Fakt ist allerdings, dass die Früchte des Sumakgewächses nicht ihren vollen Geschmack ausbilden können, wenn es unter westeuropäischen Bedingungen gezogen wird. Die mangelnde Intensität der Sonneneinstrahlung sowie die veränderte Umgebungsluft in unseren Regionen sind „Schuld“ an dieser Entwicklung.

Ungemein schmackhaft und gesund

Der Sizilianische Zucker, der Syrische Sumach bzw. der Gerbersumach, wie die Pflanze auch genannt wird, kommt als Baum oder als Strauch vor. Die Höhe eines Gewächses kann bis zu drei Metern betragen. Die Blütezeit ist zwischen März und September; die bräunlich-roten Steinfrüchte haben nicht selten einen Durchmesser von bis zu sieben Millimetern. 

Schon die Römer nutzten den schmackhaften Gewürzsumach, um damit ihren Mahlzeiten eine würzige Note zu verleihen. Überhaupt wurde Sumak seinerzeit zu fast allen Speisen gereicht. Er war somit der ideale Salzersatz. 

Damals und heute

gewuerze_flHeute nutzt man Sumakgewürz in erster Linie zum Einreiben von Fisch und Fleisch, um dem Bratgut auf diese Weise einen besonders frisch-würzigen Geschmack zu geben. Darüber hinaus erfreut sich das exotische Gewürz auch zum Verfeinern von Reis, Salaten, Joghurt, Soßen oder Marinaden großer Beliebtheit. Im Gegensatz zur heutigen, modernen Zeit wurde Sumach – außer zur Zubereitung von Speisen – auch zum Gerben von Leder verwendet. 

Die Römer wie auch die Spanier bauten den Gerbersumach deshalb über viele Jahre hinweg „in großem Stil“ an. Eine andere Sumach-Art, der Lack-Sumach wurde seinerzeit in Asien sogar zum Lackieren von Schüsseln und Schatullen genutzt. Hin und wieder setzte man die Wurzeln und Früchte auch zum Schwarzfärben von Kleidungsstücken ein.

Mannigfaltige Verwendungsweisen

Natürlich spielt der gesundheitliche Aspekt im Hinblick auf die Nutzung von Sumach eine ebenso große Rolle. So wird dem Sumak vor allem eine zellschützende Wirkung zugeschrieben, und gilt somit gewissermaßen als „Jungbrunnen“ in der Küche. In diesem Zusammenhang ist somit auch die antioxidative Wirkung erwähnenswert. 

Dass das Gewürz darüber hinaus bei Verdauungsbeschwerden und gegen Durchfall hilft, war übrigens auch schon in der Antike bekannt. Wissenswert ist jedoch, dass es eine Vielzahl giftiger Sumach-Arten gibt. Insbesondere bei Sumakgewächsen mit dreiblättrigem Laub bzw. bei Pflanzen mit weißen Früchten ist besondere Vorsicht geboten.



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