Bärwurz (Meum athamanticum) - Steckbrief zur Pflanze & Rezepte

Bärwurz (Meum athamanticum) - Steckbrief zur Pflanze & Rezepte

Bärwurz findet man auf Weiderasen, Geröllhalden, an Wegesrändern, auf Waldwiesen, in lichten Laubwäldern, einfach an vielen Plätzen in der Natur. Er ist wichtig in der Pflanzenheilkunde und für Kräuterliköre. In den schottischen Highlands wird er auch in der Küche als Würzmittel genutzt, ebenso im Erzgebirge, wo eine spezielle Suppe daraus bereitet wird.

baerwurz otSteckbrief
  • Bärwurz wird bis zu 60 cm hoch und etwa 30 cm breit.
  • Es ist eine horstartige, krautige Pflanze.
  • Zu erkennen

    ist Bärwurz an den weißen Blütendolden.
  • Er blüht im Mai und Juni.
  • Der Stängel ist hohl.
  • Der Wurzelstock ist ein Rhizom. Will man den Bärwurz vermehren, teilt man das Rhizom in viele kleine Stücke, Aus jedem entwickelt sich eine Pflanze. Ideal für den Anbau ist sandiger, lehmiger, magerer und etwas feuchter Boden und ein sonniger bis halbschattiger Standort.
  • Dem Bärwurz werden viele Heilkräfte zugeschrieben. Er soll appetitanregend, entblähend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, verjüngend, herzstärkend, magenstärkend und wärmend wirken.
  • Unter anderem enthält die Pflanze ätherische Öle, Gummi, Harz, Kaffeesäure,
    Ligustilid und Monoterpene.
Rezepte
  • Frische Blätter verwendet man als Würzmittel wie Petersilie. (appetitanregend, verdauungsfördernd).
  • Tee trinkt man bei Verdauungsbeschwerden. Man nimmt einen Teelöffel getrocknete Blätter und übergießt diese mit 250 ml kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen!
  • Tee kann auch aus Samen hergestellt werden. Auch hier 1 Teelöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, aber 20 Minuten ziehen lassen (Migräne, Appetitlosigkeit).
  • Abgekochter Tee aus der Wurzel hilft bei Verdauungsproblemen. Dazu 1 Teelöffel zerkleinerte Wurzel pro Tasse in einen mit kaltem Wasser gefüllten Topf füllen. Langsam aufkochen. Bis zu 10 Minuten kochen lassen. Anschließend muss der Tee ziehen, bevor er abgeseiht wird.
  • Bärwurz-Tinktur kann innerlich und äußerlich angewandt werden.
  • Bärwurzlikör – 200 g Bärwurz (alle Pflanzenteile) klein gehackt, wird mit 700 ml Wodka, 150 g Rohrzucker, 1 Vanillestange und etwa ½ Teelöffel Korianderkörner in einem großen Glas angesetzt. Alles muss 6 Wochen ziehen und während der Zeit immer mal geschüttelt werden. Anschließend abseihen, in sterile Flasche füllen und 3 Monate reifen lassen.
  • Aus Bärwurz kann man auch ein leckeres Kräutersalz herstellen. Einfach sehr fein gehackten Bärwurz 1:1 mit Meersalz mischen.
Fazit

Bärwurz ist eine vielseitige Pflanze. Sie wird in der Volksmedizin verwendet, aber auch in der Küche. In der Natur findet man Bärwurz an vielen Plätzen, man kann ihn aber auch im Garten anbauen. Die Pflanze ist sehr vielseitig, dazu pflegeleicht und leicht zu erkennen. Es gibt viele Rezepte, die man alle ausprobieren kann.

Bildquelle: Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gera 1885.