Macis (Myristica fragrans): Arillus als Gewürz - 6 Tipps

Macis (Myristica fragrans): Arillus als Gewürz - 6 Tipps

Ein feines, duftig-würziges Aroma wird von Macis verbreitet. Das oft fälschlich als Blüte bezeichnete Gewürz stammt von der gleichen Pflanze wie die Muskatnuss. Als Macis bezeichnet man den Samenmantel des Muskatnussbaums.

macis gpWas ist Macis eigentlich?

Macis ist ein Gewürz mit einem tollen Aroma. Diese Aussage ist zwar treffend, beschreibt aber nicht annähernd die Antwort auf die Frage, welche so manchem Freund der kreativen Küche auf der Zunge liegt. Die sogenannte

Macisblüte stammt von dem Muskatnuss-Baum, der botanisch mit Myristica fragrans benannt wird. Der Muskatnuss-Baum ist ein immergrüner Baum, der ursprünglich auf den Banda-Inseln und nördlicher der Molukken sein Zuhause hatte. Heute wird der Muskatnuss-Baum auch in anderen Tropenregionen kultiviert, beispielsweise in Asien, Afrika oder Südamerika.

Macis wird aus dem Samenmantel der Muskatnuss gewonnen. Der Samenmantel ist zwischen drei und vier Zentimetern lang und einen Millimeter dick. Er erinnert in seiner Struktur ein wenig an Horn, ist dabei karmesinrot und färbt sich während der Trocknung in unterschiedliche Nuancen zwischen orange und gelblich-braun.

Der Samenmantel enthält ein vergleichbares Aroma wie die Muskatnuss, duftet dabei jedoch feiner und leichter. Das Aroma ist als eine Mischung zwischen leichter Bitterkeit und
feurig-süßlicher Würze, gleichzeitig leicht harzig zu beschreiben. Eine Kombination, die Platz für unterschiedlichste Gerichte bietet. Das Aroma von Macis verfliegt deutlich schneller als bei der Muskatblüte. Macis sollte entsprechend dunkel und trocken sowie unter Luftabschluss aufbewahrt werden.

Wichtig ist die sparsame Verwendung von Macis ebenso wie von Muskatnuss, da beide in Übermaß Nebenwirkungen von Brechreiz bis hin zu Halluzinationen verursachen können. Da sich die Menge jedoch negativ auf den Geschmack auswirkt, ist die in der Medizin genutzte Verwendung bei der regulären Nutzung in der Küche nicht zu erwarten.

Verwendung von Macis in der Küche

Das fein-würzige Aroma von Macis rundet in Speisen den Geschmack harmonisch ab, ohne selbst zu stark in den Vordergrund zu treten:
  • (1) Kartoffelgerichte, allen voran Kartoffelpüree, Kartoffelauflauf und Kartoffelsuppen bekommen mit Macis eine leichte Würze.
  • (2) Gemüse, beispielsweise Wurzelgemüse, Kohl und Blattgemüse wie Spinat erhalten eine Unterstreichung ihres Eigengeschmacks.
  • (3) Eintöpfe und Braten gehören ebenfalls zu den Einsatzbereichen der Macisblüte, wo sie das Gesamtspiel der Aromen verfeinert.
  • (4) Obwohl Macis sein eigenes Aroma schnell verliert, verhilft es Dauergebäck zur Verlängerung des Gesamtaromas.
  • (5) Süßspeisen wie Kompott, Vanillesaucen oder Milchreis bekommen mit einer Prise Macis einen harmonischeren Geschmack. Gleiches gilt für Pudding und die Zubereitung von süßen Likören, bei denen Macis die Süße angenehm abrundet.
  • (6) Auch Getreidespeisen profitieren von der Nutzung von Macis als Gewürz, das durch seine Beigabe einen würzigeren Geschmack hervorruft.
Bildquelle: Gustav Pabst (Hg.): Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Gera 1887.