Piment (Pimenta dioica) - Steckbrief & 13 Tipps zur Verwendung

Piment (Pimenta dioica) - Steckbrief & 13 Tipps zur Verwendung

Piment ist ein immergrüner Baum, der beerenähnliche Steinfrüchte ausbildet. Die unreifen Früchte enthalten ätherische Öle. Sie sind sehr geschmacksintensiv. In der deutschen Küche werden hauptsächlich die kleinen dunklen Körner genutzt.

piment gpPimentöl wird nicht so häufig verwendet. Zwar ist es nicht erwiesen, aber das Öl steht in Verdacht, krebserregend zu sein.

Steckbrief
  • Hauptanbaugebiet für Piment ist Jamaika.
  • Natürlich kommt der Baum in Mexiko und den Westindischen Inseln vor.
  • Piment schmeckt

    nach Nelken und Zimt, dabei etwas scharf, immer sehr intensiv.
  • Durch den pfeffrigen Geschmack ist Piment auch als Nelkenpfeffer bekannt.
  • Man verwendet die unreif geernteten Früchte, die getrocknet und fermentiert werden.
  • Reife Körner verlieren ihr Ramona und zwar schnell.
  • Die besten Pimentkörner stammen aus Jamaika. Die Qualität ist am höchsten.
  • Gute Qualität erkennt man am Klappern im Inneren der Beere, wenn man sie schüttelt.
Verwendung

  • (1) In der Karibik nutzt man nicht nur die Früchte zum kochen, sondern auch die
    frischen Blätter. Selbst das Holz kommt zum Einsatz und zwar als Grillholz. Es ist ebenfalls sehr aromatisch.
  • (2) Bei uns wird Piment am häufigsten in der Weihnachtszeit eingesetzt, bei der Weihnachtsbäckerei, z.B. bei Pfefferkuchen und Aachener Printen.
  • (3) Auch bei der Wurstherstellung findet das Gewürz Verwendung.
  • (4) Viele Köche nutzen Piment bei der Zubereitung von Wildgerichten.
  • (5) Das ätherische Öl kommt in der Parfümerie zum Einsatz. Der balsamisch-würzige, pfeffrige Duft eignet sich gut für Herrenparfüms.
  • (6) Engländer lieben Piment. Sie nutzen das Würzmittel unter der Bezeichnung „Allspice“ für Suppen, Fleisch und Sauergemüse.

  • (7) Ideal ist Piment für Lammfleischzubereitungen. Verwendet wird es dort vor allem von den Franzosen, Arabern und Türken.
  • (8) Aus vielen Currygerichten ist Piment nicht mehr wegzudenken.
  • (9) In der bekannten Worchestersauce ist das Gewürz ebenfalls enthalten.
  • (10) In der Medizin wird Pimentöl nur wenig genutzt, da es die Schleimhäute reizen kann.
  • (11) Pimentöl aromatisiert Liköre.
  • (12) Piment regt die Verdauung an. Deshalb ist es ideal, schwer verdauliche Gerichte damit zu würzen.
  • (13) Das volle Aroma entwickelt Piment, wenn man die Körner erst kurz vor dem Gebrauch im Mörser zerstößt.

Fazit

Viele Hobbyköche trauen sich nicht an Piment, da der Geschmack doch sehr intensiv ist. Man muss immer nur wenig verwenden. In vielen Gewürzmischungen ist Piment enthalten. Damit lässt sich oft leichter dosieren. Es lohnt sich aber auf alle Fälle, das Gewürz einmal auszuprobieren. Der Geschmack ist wirklich gut, solange er nicht vorschmeckt.

Bildquelle: Gustav Pabst (Hg.): Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Gera 1887.