Sarsaparilla - eine Stechwinde & ihre Anwendung als Tee & Getränk

Sarsaparilla - eine Stechwinde & ihre Anwendung als Tee & Getränk

Aus Zentralamerika stammend hat sich die Stechwinde, die Sarsaparilla, auch in unseren Breiten einen Namen gemacht. Der rebenartige, immergrüne Strauch bietet sich als Tee für unterschiedliche Anwendungsbereiche der Naturheilkunde an. Doch auch als normales Getränk erfreut sich die Sarsaparilla immer größerer Beliebtheit.

sarsaparilla-stechwinde gpAltes Gewächs der Naturheilkunde: Sarsaparilla

Die Sarsaparilla, auch mit den Namen Smilax aspera, Smilax regelii oder Stechwinde bezeichnet, ist ein kletterndes Liliengewächs, das in

der Naturheilkunde gegen „stechende Schmerzen“ eingesetzt wird. Ursprünglich stammt sich aus Mittel- und Südamerika, ist aber schon lange auch in anderen trockenen Regionen der Erde zu Hause: Weite Teile Asiens sowie der Mittelmeerraum von Italien bis Spanien gelten heute ebenfalls als ihr Zuhause.

Die Heilwirkung der Sarsaparilla wurde bereits von den amerikanischen Ureinwohnern früh erkannt. Auch in der Chinesischen Heilkunde zählt die Stechwinde zu den beliebten Heilkräutern. Dabei wird vornehmlich die Wurzel für die Herstellung eines Suds verwendet, der als Umschlag bei juckenden Hautausschlägen, als Tee bei Entzündungen und Reizungen der
Harnwege sowie bei rheumatischen Erkrankungen lindernd wirken soll.

Wie sich bereits aus dem Namen „Stechwinde“ herleiten lässt, ist darüber hinaus die Anwendung bei stechenden Schmerzen verbreitet, explizit die Leber wird dabei genannt, die bei Erkrankungen den Betroffenen mit stechenden Schmerzen quält. Blutreinigend und schweißtreibend wird der Tee der Sarsaparilla entsprechend auch zur Ausleitung von Umweltgiften und Schadstoffen aus dem Körper erwähnt, für welche die Leber im Körper des Menschen bekanntlich zuständig ist. Auch bei Schuppenflechten oder unreiner Haut soll die Sarsaparilla mit einem aus der Wurzel gefertigten Tee helfen können. Mitunter werden neben der Verwendung als Tee auch Kompressen für diese Hautproblematiken erwähnt.

Heilende Wirkung nach alter indianischer Heilkunst

Nach indianischen Überlieferungen der Medizinmänner und Schamanen versetzte man seit frühester Zeit die vergleichbare Menge einer Tasse kochendes Wasser mit einem Teelöffel der zerkleinerten Wurzel, die nach kurzer Ziehzeit langsam und in kleinen Schlucken noch heiß getrunken werden musste. Dabei wurde großer Wert auf die Regelmäßigkeit gelegt, die mehrmals täglich eine frische Tasse des Tees der Sarsaparillawurzel empfahl.

Heute wird die Wurzel für den Tee der Sarsaparilla in der Apotheke sowohl als lose Teedroge als auch in Form von fertig portionierten Teebeuteln angeboten. Der Nutzung von Sarsaparilla sollte jedoch stets die Rückfrage mit dem Arzt oder Apotheker vorangehen, da einige Inhaltsstoffe Reizungen und Unverträglichkeiten hervorrufen können.

Bildquelle: Gustav Pabst (Hg.): Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Gera 1887.