Geißraute - Anwendung, Tee

Geißraute - Anwendung, TeGeißrautee Die Geißraute gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütengewächse und zur Familie der Hülsenfrüchte und tritt in Asien und Europa auf. Ihre Heimat ist im östlichen Mittelmeerraum. Bei uns in Europa wächst sie in Wäldern, auf Wiesen, an Schuttplätzen und an Flussufern. Bevorzugt kommt sie auf lehmhaltigen und feuchten Untergründen vor.

Die Geißraute ist mehrjährig und wächst ungefähr einen Meter hoch, manchmal an entsprechend guten Standorten auch noch deutlich höher. Ihre Blätter sind unpaarig, gefiedert und wechselständig. Ein Blatt wird

etwa 2-4 cm lang. Im Sommer bilden sich rosa-weiße, teilweise bis hin zu bläulichen Schmetterlingsblüten, die eine asymmetrische Form haben und in dichten Trauben auftreten. Ihre Blüte verströmt einen sehr angenehmen und intensiven Geruch. Es gibt auch rein weiß blühende Sorten. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Nach der Blüte entwickeln sich Hülsen, in denen bohnenähnliche Samen enthalten sind. Die Geißraute galt früher als Heilpflanze gegen verschiedenartigste Leiden. Im Volksmund wird die Pflanze auch Suchtkraut, Geißklee oder Bockskraut genannt.

Heilpflanze Geißraute

Durch die in der Pflanze enthaltenen Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Saponine und Allantoin wird der Geißraute eine heilsame
Wirkung nachgesagt. Besonders positiv soll ihr Einfluss bei Stillenden sein: Geißraute wirkt sehr milchbildend und wurde daher Müttern als Tee empfohlen. Weiterhin ist ihre Wirkung harn- und schweißtreibend. Auch gegen Blasenentzündung soll die Pflanze gut sein. Im 16. Jahrhundert wurde sie sogar als Heilpflanze gegen Pest und Pocken eingesetzt. Dabei wurde sie oft als Tee verabreicht. Heute ist man mit dem Verzehr etwas kritischer geworden, da die Geißraute besonders während der Blütezeit Giftstoffe enthält, die auch beim Trocknen erhalten bleiben.

Herstellung eines Kräutertees mit Geißraute

In der Volksmedizin wird teilweise immer noch die Einnahme von Geißrautentee empfohlen.
  • Um einen Heiltee herzustellen, werden getrocknete Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser aufgegossen und dann 10 Minuten ziehen gelassen.
  • Der zubereitete Tee wird ebenfalls verwendet zur Senkung der Blutzuckers, zum Entschlacken und zum Abnehmen. Die hierin enthaltenen Bitterstoffe sollen den Heißhunger dämpfen.
Geißrautentee ist nicht unbedenklich - befragen Sie vor der Einnahme lieber einen Arzt oder ApothekerPrinzipiell lässt sich Geißrautentee auch mit anderen Teesorten mischen. Sicherheitshalber ist jedoch immer der Arzt oder Apotheker vor der Einnahme zu befragen, da die Geißraute giftige Inhaltsstoffe hat und somit bei falscher Dosierung unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen könnte! Auch in Apotheken kann man Geißrautentee kaufen.

Neben der Zubereitung als Tee gibt es auch andere Anwendungsarten, beispielsweise als Salbe, die die Heilung von Wunden beschleunigen soll.

Geißraute als Futterpflanze

Wurde die Geißraute früher noch häufig als Futterpflanze verwendet, wird heute eher davon abgesehen, weil sie roh verzehrt gerade bei manchen Tieren giftig sein kann, in Ausnahmefällen gar tödlich wirkt. Von Kühen jedoch wird sie anscheinend besser vertragen und führte auch hier zu verstärkter Milchbildung, was der Pflanze den Namen Galega eingebracht hat (abgeleitet von griechisch Milch = gála). Dennoch wird diese Pflanze heute wegen der Giftigkeit überhaupt nicht mehr an Tiere verfüttert.