Teekräuter selber anbauen und pflanzen

Teekräuter selber anbauen und pflanzen

Mit Teekräutern können Sie nicht nur schmackhafte Alternativen zu den käuflichen Erfrischungsgetränken herstellen, Sie können mit dem Genuss von Kräutertee auch etwas für Ihr Wohlbefinden tun.

tee-teetasse-minze flGute Argumente, die immer mehr Menschen dazu anregen, sich häufiger ein Getränk aus der großen Palette der Kräutertees zu gönnen. Wer einmal einen schönen Vorrat der verschiedensten Teekräuter eingekauft hat und dabei nicht wenig Geld ausgegeben hat, stellt sich schnell die Frage, ob man die Teekräuter auch selber anbauen und

pflanzen kann. Natürlich kann man!

Klassische Teekräuter

Eines der bekanntesten Teekräuter überhaupt, die Pfefferminze, hat sogar die Eigenheit, dass Sie sie im Garten eher bremsen müssen, als sich Sorgen um mangelnde Wuchskraft zu machen: Wenn sie auf den richtigen Boden trifft, könnte die Minze mit ihren Wurzelausläufern bald einen größeren Teil Ihres Gartens übernehmen. Das ist also endlich mal eine wuchernde Pflanze, bei dem man sich im Zweifel über einen neuen Ausläufer nicht ärgert, sondern erfreut einen Tee mehr aufbrüht - aber im Ernst, die meisten Pfefferminzpflanzen sollten durch eine Wurzelsperre im Zaum gehalten werden. Sie können eine der zahlreichen Minzarten wählen, die bei guten Kräuterhändlern angeboten werden, Sie können sich aber auch vom Wegrand eine Ackerminze ausgraben und diese in Ihren Garten versetzen.

Weitere beliebte Teekräuter, die Sie im heimischen Garten anbauen könnten, sind Kamille, Fenchel, Salbei und Melisse. Alle diese Teekräuter lassen sich gut aus Samen ziehen, mitunter können Sie im Frühjahr auf Wochenmärkten oder in Gartencentern auch Jungpflanzen kaufen.

Die Welt der Teekräuter ist groß

Damit ist die Auswahl aber noch lange nicht beendet: “Kräutertee” ist kein fest definierter Begriff, es handelt sich einfach um aromatische Aufgussgetränke, die Sie aus sehr vielen Pflanzen herstellen können.

Köstliche Teekräuter sind z. B. die Zitronenverbene und das Bergsternchen, das mit Limonenaroma oder mit Melissenaroma (mit einem Schuss Ananas) angeboten wird. Letztendlich können Sie aus allen Kräutern einen Tee zubereiten, die Sie auch gefahrlos zum Würzen einsetzen können, deshalb stehen Ihnen von A wie Anis
oder Ackerschachtelhalm bis Z wie Zitronenmelisse oder Zinnkraut wahrscheinlich Hunderte von Kräutern für Ihren Aufguss zur Verfügung.

pfefferminze-tee flFür die Experten gibt es ohnehin nicht einfach nur “Kräutertees”, sondern sie sprechen von “Teedrogen” und unterscheiden zwischen Krautdrogen und Blattdrogen, Wurzeldrogen und Rindendrogen, Blütendrogen und Früchtedrogen, Samendrogen und sogar Holzdrogen. Denn aus allen diesen Pflanzenteilen kann ein aromatischer Ausguss hergestellt werden, der dann eben kein echter “Kräutertee” in dem Sinne mehr ist, aber auch die Inhaltsstoffe einer Pflanze verarbeitet.

Sie können Ihren Kräutertee nicht nur aus einem Kraut herstellen (das nennt man dann Monodroge), sondern auch Mischungen aus verschiedenen Kräutern zusammenstellen. Und Sie könnten sich auch bei den anderen Pflanzenteilen bedienen, die für einen Aufguss eingesetzt werden können. Zum Beispiel sind die Blätter nicht weniger Obststräucher wie Johannisbeeren und Himbeeren eine hervorragende Zugabe für einen Kräutertee, wenn Sie sich ein wenig in das Thema eingefunden haben, werden Sie sicher bald darangehen, sich Ihre eigenen Teemischungen für jeden Anlass zusammenzustellen.

Zum Beispiel einen

Abendkräutertee, der die Kräuter Melisse und Verbene enthält und mit Ringelblumen, Hagebutten und Orange aromatisiert wird. Oder einen Tee für die Adventszeit, der die Kräuter Anis und Fenchel enthält, aber auch Kokos, Zimt, Mandeln, Vanille und Orange.

Die Wirkungen der Kräuter

Mit allen Kräutern, aus denen Sie einen Tee aufgießen können, decken Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf geschmackvoll und kalorienarm. Den Tee aus den meisten Kräutern können Sie und Ihre Kinder in beliebigen Mengen trinken, es wird nur empfohlen, bei einem Mono-Kräutertee gelegentlich die Sorte zu wechseln, damit dem Körper nicht immer dieselben Pflanzenstoffe zugeführt werden.

Sie sollten jedoch die Wirkungen kennen, die jedem Kraut zugeschrieben werden. Wenn Sie die Teekräuter in Mischungen und in nicht allzu starker Konzentration einsetzen, werden Sie sicher auch nach einem Kräutertee gut schlafen können, der ein wenig anregenden Rosmarin enthält. Viel sinnvoller ist es aber, die Teekräuter so zu mischen, dass Sie z. B. eine Mischung für den Tag herstellen, die eher anregende Kräuter enthält, und eine Mischung für den Abend, die eher entspannende und beruhige Kräuter versammelt. Wenn Sie die Wirkungen der Kräuter genau kennen, wissen Sie dann auch genau, wie Sie im akuten Fall einen verdauungsfördernden Sud zubereiten oder einen Erkältungstee oder ein Getränk, das bei Appetitlosigkeit wirkt.

Teekräuter pflanzen

Wenn Sie sich entschieden haben, welche Kräuter Sie gerne für Ihre ersten Teekräutermischungen ausprobieren möchten, ist das Anbauen dann nicht mehr sehr schwer. Die meisten Kräuter wachsen willig und sind recht pflegeleicht, Sie müssten sich natürlich nach den Standortvorlieben und sonstigen Bedürfnissen jedes einzelnen Krauts erkundigen.

In der Regel ist die Anzucht aus Samen bei Teekräutern kein Problem, mit etwas Glück können Sie auch Jungpflanzen auf gut sortierten Wochenmärkten oder im Gartencenter finden. Da Sie in der Anfangsphase bestimmt mit mehreren Teekräutern experimentieren möchten, könnten Sie sich jeweils auf eine oder zwei Pflanzen beschränken, die meisten Teekräuter lassen sich später aus der Mutterpflanze sehr gut vermehren.