Spitzwegerich – Wirkung, Anwendung als Hustensaft

Spitzwegerich – Wirkung, Anwendung als Hustensaft

Spitzwegerich PflanzeBereits 1993 wurde der Spitzwegerich zur Heilpflanze des Jahres auserkoren. Diese Auszeichnung gibt es übrigens erst seit 1990. Laut Arzneimittelgesetz gehört der Spitzwegerich zu den anerkannten Heilkräutern.

 

Die Bezeichnung Wegerich resultiert aus den althochdeutschen Wörtern  „Wega“ und „Rih“, was übersetzt in etwa „Der König am Weg“ bedeutet. Vielleicht kam es zu diesem Titel aufgrund der Blüten, die wie eine Krone um den Blütenschaft angeordnet sind. Oder unsere Vorfahren waren sich der Heilwirkung dieser Pflanze bewusst und

bezeichneten sie deshalb als König. Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp wussten durchaus von den positiven Eigenschaften des Spitzwegerichs. Im Volksmund wird er auch Lungenblattl genannt.

Spitzwegerich – Wirkung

Es sind seine Gerbstoffe mit ihrer adstringierender Wirkung, die den Spitzwegerich zu einem Heilmittel bei allen Entzündungen im Mund- und Rachenraum machen. Bei Bronchitis und Husten verschafft Spitzwegerichsaft baldige Linderung, indem sich die Heilstoffe um die erkrankte Schleimhaut legen und für Beruhigung sorgen.

Der Spitzwegerich kommt darüber hinaus auch noch bei anderen Beschwerden zum Einsatz. Bei allen Arten von
Insektenstichen stillen kleingedrückte Spitzwegerichblätter den unangenehmen Juckreiz und beugen einer Entzündung vor. Eine eventuell bereits vorhandene Schwellung geht nach der Anwendung zurück. Seine blutstillende Eigenschaft hilft bei offenen Wunden, vor allem wenn man sich gerade in freier Natur befindet und kein anderes Mittel zur Verfügung hat. Es hat sich bewährt, ein zerdrücktes Blatt auf die Wunde zu legen und diese komplett mit einem anderen Blatt zu bedecken.

 

Spitzwegerich mit BlüteSpitzwegerich kann auch bei anderen Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Neurodermitis, eingesetzt werden, allerdings nicht durch Auflegen der Blätter, sondern mittels Tee aus getrocknetem Laub oder als Saft aus den Blättern. Durch die innerliche Anwendung wird das Blut gereinigt und der Heilungsprozess der Haut gefördert. Spitzwegerichsaft ist auch bei Magen- und Darmproblemen empfehlenswert. Er hilft, die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Wer eine Frühjahrskur macht, um seinen Körper zu entschlacken, fördert mit Spitzwegerichtee seinen Stoffwechsel zusätzlich.

Spitzwegerich – Anwendung von Hustensaft

Gegen lästige Hustenanfälle hat sich der gepresste Saft aus den Blättern des Spitzwegerichs bewährt. Er tötet schädliche Keime im Rachenraum ab und löst vorhandene Krämpfe in den Bronchien auf. Spitzwegerichsaft, der im Handel angeboten wird, soll laut Dosierungsempfehlung viermal täglich eingenommen werden, aber nicht mehr als einen Teelöffel auf einmal und nicht über einen längeren Zeitraum. Je nach Hersteller und der jeweiligen Konzentration des Saftes kann die Anwendung abweichen, deshalb unbedingt immer den Beipackzettel lesen, der gibt genaue Auskunft. Wer auf die entsprechenden Inhaltsstoffe überempfindlich reagiert, sollte besser auf die Einnahme des Saftes verzichten, ebenso alle Schwangeren.

Spitzwegerich gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen. Besonders bei Bronchialkrankheiten und Husten unterstützt er den Heilungsverlauf. Konsumiert wird er als aufgebrühter Tee oder als gepresster Saft aus den Blättern.