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Gedanken über den Tod
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Trost ist etwas, das Leid und seelischen Schmerz lindert, das seelisch wieder aufrichtet, sagt das Lexikon. Trost kann die Trauer nicht nehmen, Trost aber kann mittragen, mitfühlen und vor allem sich miterinnern. Im Erinnern besiegen wir den Tod, hier sind wir die Stärkeren, denn dagegen ist selbst er machtlos. Schweigen zu müssen bedeutet den Toten immer wieder sterben zu lassen. Die beste Seelenstütze erfolgt durch Menschen, denen es ebenso geht oder ergangen ist wie einem selbst: Man ist auf einer Gefühlsebene: Schicksal verbindet. Der Zuspruch aller anderen klingt fahl �  oftmals wirkt der stille Beistand aufrichtiger. Denn sie sind wichtig, die Zuhörer, die einfach nur da sind, auch ohne viel zu sagen.

Ich glaube auch das Jenseits ist eine Art Lebenshilfe, die als milder Trost gedacht ist, weil es eine zweite Welt eröffnet, eine, in der es keine Sorgen gibt, keinen Schmerz � nur Licht und Liebe. Eine Vorstellung, an die sich Gläubige klammern, und die sicherlich hilfreich ist. Für andere ist aber vielleicht der philosophische Gedanke wertvoll: dass es Anfang und Ende nicht gibt, sondern nur unablässige Wandelbarkeit, zu deren Zeuge uns die Natur täglich aufs Neue macht. So ähnlich wird es auch mit uns sein. Auch wir Menschen kommen und gehen. Vielleicht ist das ein Trost, wenn wir begreifen, dass nichts verloren geht, sondern sich einfach nur der Kreislauf des Entstehens und Vergehens schliesst, vielleicht hilft uns das ein wenig die Vergänglichkeit zu akzeptieren. So wie der Kranz, der ohne Anfang und ohne Ende die ewige Abfolge des Werdens, Seins und Vergehens symbolisiert.

Den Schmerz kann uns dieser Gedanke freilich nicht nehmen, und der Weg vom Herzen zum Kopf kann ein langer sein, aber vielleicht ermöglicht er uns die Vergänglichkeit und den Tod ein wenig leichter als das zu akzeptieren was es ist: ein Stück Menschlichkeit.

von Vilma-Sonja Zugmaier




 


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