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Der Glücksklee und das kleine Glück |
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Der Glücksklee und das kleine GlückObwohl die Ähnlichkeit verblüffend ist, so ist der Glücksklee (Sauerkleegewächs) mit dem einheimischen Klee von unseren Gärten und Wiesen (Schmetterlingsblütler) nicht verwandt. Klee hat normalerweise drei Blätter. Wer ein vierblättriges Kleeblatt findet, dem bringt es Glück - sagt man! Deswegen wird uns diese kleine vielversprechende Silvesterpflanze, die zuverlässig auf jedem Stängel vier Blättchen präsentiert, verziert mit Hufeisen, Schornsteinfegern und Schweinchen, um den Jahreswechsel in den Gärtnereien auch angeboten: Um Glück kaufen und verschenken zu können!
Wie gerne würden wir unser „bescheidenes Glück“ daheim besonders lange aufbewahren, müssen jedoch immer wieder bedauerlicherweise feststellen, dass der
kleine Mexikaner offensichtlich als Zimmerpflanze gar nicht so bescheiden ist. Schon bald werden seine Stiele immer länger, die Blättchen immer kleiner - die Pflanze fällt auseinander und verliert ihre eigentlich Form.
Die richtige Pflege: Der kleine Glücksbringer hat einen ungewöhnlich hohen Lichtbedarf und benötigt dementsprechend einen sehr, sehr hellen und zugleich aber auch eher kühlen Standort. Regelmässig gegossen werden will er einerseits schon, will aber auch dazwischen immer wieder etwas abtrocknen. Und nasse Füsse lehnt er überhaupt energisch ab, denn die ist er ja wohl auch von Mexiko her nicht gewöhnt. So optimal gepflegt kann man schon wochenlang auch in der Wohnung Glück mit ihm haben! Aber selbst wenn die Pflanze mit der Zeit trotzdem traurig aussieht – brauchen Sie das Glücksbringer-Pflänzchen nicht wegzuwerfen! Gönnen Sie ihm einfach ein grösseres Gefäss mit frischer Erde und düngen Sie ihn! An den ersten warmen Frühlingstagen darf er ins Freie - nur bei Frostgefahr muss er unbedingt wieder ins Haus, denn der Mexikaner reagiert gar beleidigt auf Frost! Suchen Sie ihm nach den Eisheiligen ein helles, aber halbschattiges und geschütztes Plätzchen im Garten. Im Nu zeigen sich die ersten frischen Blätter und bald danach dankt er die liebevolle Pflege mit - je nach Sorte - rosa, gelben oder weissen Blüten. Und das sogar wochenlang! Im Herbst werden die Kleeblätter der kleinen Zwiebelblume gelb und ziehen ein. Jetzt ist es an der Zeit, die Pflanze ins Haus zu holen, die Erde von den Zwiebelchen abzuschütteln und diese im Keller kühl und trocken zu lagern. Ab April werden die Zwiebeln in kräftige Erde gepflanzt und die grüne Fortuna zu neuem Leben erweckt. So können wir unser „kleines Glück“ lange am Leben erhalten!
Aber Glück – was ist das überhaupt?
Es gibt zwei Definitionen von Glück im deutschen Sprachgebrauch: • Glück im Sinne von tiefem Wohlbefinden. Dieses Glück liegt in uns und ist ein Stück weit erlernbar. Dazu gehört, all das Positive, was das Leben beschert, uns auch richtig bewusst zu machen. • Und: Glück im Sinne von Glück haben – also alles, was uns durch puren Zufall gelingt.
Glücksbringer können uns natürlich weder die eine noch die andere Art von Glück bescheren. Aber sie stimmen uns vielleicht ein wenig hoffnungsfroh und lassen uns das neue Jahr vertrauensvoll und vielleicht furchtloser angehen. Und wahrscheinlich ist es auch genau diese Zuversicht, die wir zum Jahreswechsel alle so dringend benötigen.
von Vilma-Sonja Zugmaier
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