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Grabschmuck für Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag
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Grabschmuck mit Moospolstern und Gestecken

Alte Bräuche pflegt, wer traditionelle Friedhofspflanzen verwendet, die fast alle Symbolcharakter besitzen. Als fixe, widerstandsfähige winterharte, immergrüne Pflanzen eignen sich kleine Gehölze wie z.B. Buchsbaum, Zwergwacholder, Zwerglatschen, Zwergeiben oder Bodendecker: Fetthenne, das kleine Immergrün, Efeu� Der Friedhofklassiker Efeu steht wie der Buchsbaum, die Eibe und das Immergrün für Dauer, Unsterblichkeit, ewiges Leben. Und für Treue � auch über den Tod hinaus. Aber auch Blumen besitzen Symbolkraft. Sie strecken sich der Sonne entgegen und öffnen dabei ihren Blütenkelch als Sinnbild für die Befreiung der Seele nach dem Tod.

Gesteck als Grabschmuck Wintergrüne Zweige sorgen für warmes Grün. Einen typischen Grabschmuck für die Totengedenktage im November stellt der schlichte, natürliche Waldkranz dar, der mit seinen Nadelzweigen, Zapfen, Moos, Baumschwämmen, Disteln, Laub oder auch kleinen Holzscheiben ganz in die herbstliche, fast winterliche Atmosphäre dieser Tage passt. Blautanne eignet sich ideal für winterliche Arrangements oder Kränze, da sie gedämpfte Lebendigkeit auf die Gräber bringt. Die üblichen Gestecke bestehen aus Koniferengrün oder Islandmoos, verziert mit Schleifen und Zapfen, Korkenzieherhasel, Disteln, Efeu und Rebranken. Mit etwas Geschick lassen sich mit Rohlingen aus Steckmasse und Wickeldraht herkömmliche Symbole wie Kreuze, Kränze oder Herzen auch leicht selber herstellen. Das Rohmaterial dazu liefert uns der herbstliche Wald bzw. der ohnehin fällige Rückschnitt im Garten: Wacholder, Zypressen, Buchsbaum, Thujen usw. gemixt mit Efeu oder Moos, Zapfen, Beeren eventuell harmonisch kombiniert mit frischen Schnittblumen oder Trockenblumen.

Besonders schlicht, zart und lieblich wirken gewundene Efeuzweige, in die man Rosenblüten steckt.

Bereits im Mittelalter war es Brauch, die Gräber mit Kerzen (Jesus Christus � das Licht der Welt) zu schmücken. Heute ist dies ein weit verbreitetes, liebevolles Ritual. Die Geste, eine Kerze für Verstorbene zu entzünden ist ein Ausdruck öffentlicher Trauer und soll unseren Lieben sagen: �Ich war bei dir � ich hab dich nicht vergessen.�  Berührend zu sehen, wie sich dann in der Dämmerung der Friedhof in ein warmes Lichtermeer verwandelt - weil sie alle, alle in unseren Herzen weiterleben�
 

von Vilma-Sonja Zugmaier



 


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