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Kürbis als Heilpflanze Der Kürbis - nicht nur für Halloween lässt er sich gut gebrauchen. Anstatt ihn als Dekoration zu verwenden, kann man ihn auch als Heilpflanze verwenden. ...



So lassen sich Fruchtfleisch und Kürbiskerner folgendermaßen nutzen ...

Der Kürbis ü eine Heilpflanze?

Der Kürbis wird zwar als Gemüse bezeichnet, Botaniker jedoch reihen ihn in die Familie der Beerenfrüchte ein. Demnach ist der Kürbis die grösste Beere dieser Gattung, denn so manches Exemplar kann bis zu 100 Kilo auf die Waage bringen. Davon sind zwar 90 Prozent nur Wasser, aber das, worauf es wirklich ankommt, lässt sich nicht in Zahlen pressen: es sind die medizinisch hochwertigen Bestandteile dieser Universalfrucht.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass hier von Speisekürbissen die Rede ist. Zierkürbisse sind keinesfalls zum Verzehr geeignet und haben auch keine Heilkraft ü sondern ganz im Gegenteil: der darin enthaltene Giftstoff Cucurbitacin beschert Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe.

Fakt ist, dass bereits in spätmittelalterlichen Heilkräuterbüchern der Kürbis genannt wurde. Die Ärzte des Mittelalters gruben die frisch geernteten Früchte in feuchten Sand ein um sie so zu konservieren, und hatten auch Kürbissaft und Kürbiswein stets bei der ...



Hand. Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten der Glaube an die Heilwirkung der Frucht spöttisch belächelt wurde, erhielten die Ärzte des Mittelalters eine posthume Würdigung, denn heute ist die Heilkraft der Natur ohnehin ein unumstrittenes Thema.

Und gerade der Kürbis hat eine Menge an wertvollen Substanzen -  sowohl im Fruchtfleisch als auch in den Kernen - zu bieten:

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Fruchtfleisch und Samen

Das Fruchtfleisch enthält vor allem Wasser und ist mit seinen rund 25 Kalorien pro 100 Gramm ein absoluter Schlankmacher. Nicht zuletzt auch wegen der vielen Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und Fette aus dem Körper ausscheiden. Das Kürbisfleisch liefert uns Vitamine der Gruppen A, C und E - die so genannten Radikalfänger -die als Vorbeugung gegen gewisse Krebsarten gelten, indem sie die Abwehrkräfte des Körpers unterstützen und freie Radikale abblocken. Darüber hinaus beinhaltet das Fruchtfleisch auch Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink. Kalium spielt eine ganz besondere Rolle im Wasserhaushalt des Körpers, es wirkt entschlackend und entwässernd, Wasseransammlungen und Giftstoffe werden ausgeschwemmt.

Die Kürbiskerne strotzen nur so vor gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Sie sind Lieferanten von Vitamin E und Beta-Carotin, ungesättigten Fettsäuren, sowie von Magnesium, Eisen, Zink und dem krebshemmenden Spurenelement Selen. Aber die Phytosterine, das sind pflanzliche Hormone in konzentrierter Form, sind es, die gezielt gegen Reizblase, Prostataleiden und hohen Cholesterinspiegel eingesetzt werden. Die Kerne wirken harntreibend, krampflösend und kräftigen nebenbei die Blasenmuskulatur. Es heisst, schon der regelmässige, tägliche Verzehr von zwei bis drei Esslöffeln Kürbiskernen, würde bei einer gutartigen Prostatavergrösserung ein kleines Wunder vollbringen...

Das echte Kürbiskernöl wird ausschliesslich von einer Sorte Kürbis gewonnen, dem so genannten Ölkürbis, dessen Kerne grün und weichschalig sind. Kürbiskernöl ist ebenso ein kostbares Nahrungsmittel, welchem bei konstantem Genuss die gleichen heilenden Attribute zugeschrieben werden.
 
Weil auch Hausmittelchen nicht fehlen dürfen:
ü zwei Teelöffel Kürbiskernöl pur eingenommen hilft gegen Verstopfung.
ü Etwas von dem Öl mit Zucker in der Pfanne karamellisiert ist ein gutes Hustenmittel.
ü Kürbiskernöl von innen und aussen (einnehmen und einreiben) soll ein Geheimtipp gegen Cellulite sein!

Das ist das Schöne am Kürbis: dass er nicht nur schmeckt, sondern auch noch so gut tut.

von Vilma-Sonja Zugmaier



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