Igel im Haus überwintern - was ist zu beachten?

Igel im Haus überwintern - was ist zu beachten?

Wer einen Igel in seinem Garten findet und sich dazu entschließt, das Tier den Winter über zu pflegen, sollte stets bedenken, dass das Ziel des Ganzen einzig jenes ist, den Igel nach dem Winter wieder in die Freiheit zu entlassen. Daher ist es wichtig, dass man das Tier einzeln hält.

{mosimage}Die so genannte Igelkiste oder Igelhaus, als Überwinterungsort für den Igel, sollte etwa 1x2 Meter groß und zirka 50 Zentimeter hoch sein. Auf diese Weise verhindert man, dass der Igel aus seiner Box

flüchtet und somit im ganzen Haus sein Unwesen treibt. Es ist wichtig, dass man die Igelkiste mit Zeitungspapier auslegt. Dieses sollte jedoch jeden Morgen gewechselt werden.

Zusätzlich zu der Igelkiste sollte ein Karton mit Maßen von etwa 30x30 Zentimeter zur Verfügung stehen. Hat man in diesen Karton ein Schlupfloch geschnitten, dient er als Schlafhäuschen. Er sollte zusätzlich mit Toilettenpapier und Zeitungspapier ausgelegt werden. Immer, wenn das Papier feucht oder beschmutzt ist, sollte es ausgewechselt werden. Stellt man zusätzlich noch ein Schälchen mit Wasser oder Fencheltee in die Igelkiste, ist das Zuhause auch schon fertig. Es ist ganz wichtig, dass man einem Igel niemals Milch gibt. Da Milch Laktose enthält, führt sie bei Igeln zu Durchfall und in der Folge zu Austrocknung.

Da Igel nachtaktiv sind, fressen verdauen sie in der Nacht. Die Igelkiste sollte also bei Zimmertemperatur in einem Raum aufgestellt werden, der tagsüber verhältnismäßig ruhig ist und wenige genutzt wird. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Igel zu seinem wohlverdienten Schlaf kommt.  Außerdem sollte man
dem Igel nicht die Möglichkeit geben, sich frei in der Wohnung zu bewegen, da sie es lieben, sich in dunklen Ecken zu verstecken. Wenn der Igel auf der Suche nach Schutz ist, kann es schnell passieren, dass er sich mit den Stacheln hinter einem Schrank verkeilt und ohne Hilfe nicht mehr heraus kommt.

Aus Gründen der Sicherheit ist es wichtig, dass dem Igel die Krallen gestutzt werden. Auch ein ausgedehntes Bad sollte nicht vergessen werden. In den Stacheln des Igels befinden sich Flöhe und Läuse, die sich ohne das Waschen schnell auch auf den Menschen übertragen. Um sich also vor ungeliebten Bewohnern zu schützen, sollte man das Tier unbedingt reinigen. Außerdem empfiehlt es sich, den Igel vor dem Überwintern zum Tierarzt oder zu einer Igelstation zu bringen. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass der Igel nicht von Parasiten befallen oder krank ist. Igel, die von Parasiten befallen sind, können geheilt werden.

Wer sich also entschließt, einen Igel in der Wohnung aufzunehmen und damit den Igelschutz aktiv zu unterstützen, sollte außerdem bedenken, dass das Tier auch geeignetes Futter benötigt. Natürlich kann man dabei auf Büchsenfutter zurückgreifen. Da der Igel jedoch die Abwechslung liebt, ist es wichtig, dass der Speiseplan entsprechend bunt gestaltet wird. Dazu zählt auch, dass man dem Igel angebratenes Hackfleisch, gekochtes und klein geschnittenes Geflügelfleisch oder Rührei anbietet. Zusätzlich sollte man dem Igel Ballaststoffe anbieten. Diese müssen dem Futter gesondert beigemischt werden. Dabei kann man auf Haferflocken, ungesalzene Erdnüsse oder auch Katzenbrekkis zurückgreifen. Der Igel sollte jedoch in keinem Fall Milch, Essensreste, gewürzte Speisen oder

gar Süßigkeiten bekommen.