Igel im Winter benötigen unsere Hilfe

Igel im Winter benötigen unsere Hilfe

Wenn die Nächte länger und kälter werden, suchen die Igel ein Zuhause in dem sie sich richtig wohlfühlen können. Häufig ist es so, dass sie sich im Garten in Holzstapeln oder aber auch im Keller eines Hauses oder etwa im Geräteschuppen einnisten. Dort sind sie jedoch den Naturgewalten ausgesetzt. Igel im Winter benötigen also unsere Hilfe und daher ist es wichtig, herauszufinden, was der Mensch tun kann, um dem Tier zu helfen, ohne seinen Rhythmus dabei zu sehr durcheinander zu bringen. Ein Igelhaus ist dabei eine sehr gute Alternative, die

man beinahe problemlos selbst bauen kann.

Man benötigt im Wesentlichen jeweils ein Brett für Dach und Boden, zwei Bretter für die Seitenwände und selbstverständlich auch Bretter für Vor- und Rückwand. Dazu kommen diverse Eckleisten, sowie Nägel und das richtige Werkzeug. Im Handumdrehen ist das Igelhaus aufgebaut und bietet dem stachligen Gesellen eine sichere Unterkunft, sofern man nicht vergessen hat, das Schlupfloch aus der Vorderseite auszuschneiden. Wer für die Igel im eigenen Garten ein Igelhaus oder eine Igelburg selbst bauen möchte, findet im Internet zahlreiche detaillierte Bauanleitungen, die sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene recht gut zu verstehen sind.

Wer sich als Elternteil die Zeit nimmt, mit seinem Kind Igelhäuser und -burgen zu bauen, kann dem Kind auf diese Weise Naturschutz nahebringen. Als Füllungen für Igelhaus und -burg sollte Haferstroh gewählt werden, sofern sich diese Behausungen im offenen Garten befinden. Wenn diese Gebäude in geschlossenen Räumen stehen, ist Zeitungspapier als Füllung angebracht. In einem Igelhaus ist der Igel während des Winterschlafs perfekt
vor Angriffen durch Greifvögel geschützt. Einem Igel im eigenen Garten Zuschlupf zu gewähren und ihn überwintern zu lassen, hat verschiedene Vorteile. Zum einen tut man etwas für den Naturschutz, zum anderen siedelt man auf diese Weise einen zuverlässigen Schneckenjäger im eigenen Garten an.

Um ein Igelhaus zu imprägnieren kann man eine umweltfreundliche Lasur oder auch Speiseöl nehmen. Wer kein Igelhaus bauen möchte, kann auch problemlos eines bestellen. Diese Igelhäuser gibt es in unterschiedlichen und dennoch wunderschönen Ausfertigungen, sodass sich für jeden Garten und auch den ausgefallensten Geschmack problemlos ein passendes Igelhaus finden lassen sollte. Man kann Igel sowohl mit Igelfutter als auch mit Katzenfutter versorgen. Diesbezüglich sollte man sich jedoch eingehend informieren. Wer allerdings einen Igel im heimischen Garten ansiedeln möchte, sollte diesen nur im Frühjahr und Herbst füttern. Da die Igel den Winter über schlafen, brauchen sie in dieser Zeit nicht gefüttert zu werden und im Sommer sollen die stacheligen Genossen ja schließlich auf Schneckenfang gehen.

Wenn man im Garten jedoch einen verletzten oder von Parasiten befallenen Igel findet, sollte man das Tier in dessen Interesse zum nächsten Tierarzt bringen. Dieser entscheidet schließlich, wie mit dem Tier zu verfahren ist. Es gibt sogar Igelstationen, in denen das ganze Jahr über  hauptsächlich verletzte Jungtiere aber auch kranke erwachsene Tiere aufgenommen und gepflegt werden. Nach ihrer Genesung werden die Tiere schließlich wieder ausgewildert. Sinn dieser Einrichtungen ist es hauptsächlich, die Igel zu heilen und nicht sie von der Hilfe des Menschen abhängig zu machen. So niedlich Igel auch sind, sollte man doch niemals vergessen, dass es sich dabei um wilde Tiere handelt.