Wie überwintern Tiere?

Wie überwintern Tiere?

Viele Tiere überwintern in der kalten Jahreszeit, wobei mehrere Arten der Überwinterung unterschieden werden müssen. So gibt es die Winterstarre, den Winterschlaf, die Winterruhe, die Froststarre und Wanderungen.

Letzteres ist uns allen vor allem von Zugvögeln und Wanderfalken bekannt. Sie fliegen im Spätsommer in wärmere Gefilde und kommen dann erst im Frühjahr wieder zurück nach Deutschland.

Sehr selten ist die Froststarre, die nur bei einigen Lurchen, wie dem Laubfrosch, dem grauen Laubfrosch, dem Wasserpieper und dem Chorfrosch auftauchen. Daneben gibt es noch einige weitere niedere Lebewesen,

die in die Froststarre fallen. Die Tiere sind dann praktisch scheintot, denn dadurch, dass das Wasser im Extrazellularraum gefriert, setzen ihr Herzschlag und die Atmung völlig aus.

Vor Schäden schützen sich die Tiere, indem in ihren Zellen ein hoher Glucose-, Sorbit- oder Glycerin-Spiegel vorhanden ist.

Ein ähnliches Phänomen ist die Winterstarre, von der Insekten, Wirbellose und Reptilien sowie Fische und Amphibien betroffen sind. In
der Winterzeit schrauben diese Tiere ihre Körperfunktionen auf ein absolutes Minimum herunter. So wacht das Tier nicht auf, wenn der Winter eingekehrt ist, und kann damit auch nicht den Kältetod sterben.

Nahrung wird in dieser Zeit nicht aufgenommen, da sich die Tiere vorher eine fette Speckschicht anfressen. In der Winterstarre passt sich die Körpertemperatur der Außentemperatur an. Die Augen sind dabei jedoch die ganze Zeit geöffnet.

Bei den unterschiedlichen Tieren, dauert auch die Winterstarre verschieden lange an. Laubfrösche beispielsweise verbringen bis zu fünf Monate in der Winterstarre.

In einen Winterschlaf fallen Säugetiere. Sie verschlafen den ganzen Winter und leben dabei von ihrem Winterspeck, den sie sich zuvor angefressen haben. Die Tiere wachen dann erst im Frühling wieder auf. Vor allem der Igel und einige Vögel gehen in den Winterschlaf. Ebenso Fledermäuse, Siebenschläfer und Haselmäuse, die sogar sterben würden, wenn man sie am Winterschlaf hindern würde.

Es gibt aber auch viele Säugetiere, die ohne den Winterschlaf auskommen, wie z.B. Dachse und Hamster.

Kleinere Nagetiere wie Eichhörnchen, der Waschbär oder auch der Braunbär verfallen in die Winterruhe. Im Herbst verstecken sie ihre Nahrung und begeben sch dann in ihren Bau zur Ruhe. Zwischendurch wachen sie auf und leben dann von ihren versteckten Vorräten.