Nistkasten und Nisthilfen für Eulen, Eulenkasten

Nistkasten und Nisthilfen für Eulen

Bis auf den Waldkauz sind alle europäische Eulenarten in ihrem Bestand gefährdet. Der Grund sind die Veränderungen der Kulturlandschaft. Dies hat den Entzug der Nahrungsgrundlagen zur Folge und einen Mangel an Brutstätten, Nistkästen und Nisthilfen. Einigen Eulenarten kann durch das Anbieten von Nistgelegenheiten geholfen werden.
Besonders die Schleiereule leidet darunter, dass im Zuge vieler Renovierungsarbeiten Luken und Zugänge zu Kirchtürmen, Dachstühlen und Taubenschlägen verschlossen wurden. Durch das Anbringen spezieller Schleiereulennistkästen an der Innenseite eines Hausgiebels, der über ein Anflugloch im Giebel zu erreichen ist, kann den Eulen geholfen werden.

Auch

der Steinkauz hat Probleme, geeignete Nistplätze zu finden. Für ihn gibt es einen speziellen Nistkasten in Röhrenform. Die Röhren sind etwa einen Meter lang und haben an ihrer Unterseiten feine Bohrungen. Durch diese gelangt die Feuchtigkeit hinaus. Sie sollten im Garten an Obstbäumen aufgehängt werden. Bei Steinkauzniströhren sollte auf
einen Marderschutzring verzichtet werden, denn er macht es den noch flugunfähigen Jungvögeln unmöglich, am Stamm raufzuklettern, um wieder in die Niströhre zu gelangen.
Für die Waldohreule muss ein künstlicher Horst angeboten werden. Dazu eignet sich ein Weidenkörbchen mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm. Es muss nach Möglichkeit sicher in einer Höhe von 4 bis 6 m im Baum befestigt werden. Man füllt es mit etwas Torf  und Reisig. So bietet es einen akzeptablen Ersatz. Um den Baum sollte man einen Marder- und Katzenschutz anbringen, das erhöht den Bruterfolg.
Das Abdecken oder Vergittern von offenen steilwandigen Wassergefäßen, Schornsteinen und Schächten kann Eulen vor Unfällen schützen.

Generell kann gesagt werden, dass Nistkästen und Nisthilfen für Eulen an einem wind- und regengeschützten Ort angebracht werden müssen. Die Flugöffnungen sollten auf der windabgekehrten Seite liegen, aber dem Licht zugewandt.  Äußere Störungen sind äußerst ungünstig.  Dazu gehören menschlicher Lärm, Landwirtschaftsmaschinen und ähnliches.