Nistkasten und Nisthilfen für Kleiber

Nistkasten und Nisthilfen für Kleiber

Der Kleiber ist auf alte Baumbestände als Nistmöglichkeit angewiesen. Alte, morsche Bäume werden aber meist gefällt und beseitigt. So fehlen dem Kleiber häufig Nistmöglichkeiten.

Er hilft sich eigentlich selbst ganz gut. So bezieht der Kleiber im Prinzip jeden Nistkasten, bei dem er durch das Einflugloch passt. Ist es zu groß, ist das kein Problem, dann wird es zugebaut, bzw. zugeklebt. Darin ist der Kleiber richtig gut. Mit erbsengroßen Lehmklumpen, die durchknetet und durchspeichelt werden, wird die Öffnung passend verkleinert, bis der Kleiber gerade noch durchpasst. Konkurrenten um die Nisthöhle werden so

ferngehalten.

Ansonsten sind für Kleiber Nistkästen für Höhlenbrüter geeignet. Der Vogel hat gern Platz in seinem Haus. Er hat gern eine
größere Nisthilfe, gern in der Größe, die für Eulen gedacht ist. Der Kleiber mag auch röhrenförmige Nistkästen.

Die Höhlen für den Kleiber bringt man nach Möglichkeit an einem Baum an. Die Einflugöffnung sollte in Richtung Osten zeigen, auf jedem Fall entgegen der Wetterseite. Auf keinem Fall darf der Nistkasten allzu viel der Sonne ausgesetzt sein.

Da Höhlenbrüter in der Regel das alte Nest nicht entfernen und ihr neues Nest nur oben drauf bauen, kommt es bald zu Platzproblemen. Dadurch haben auch Beutetiere leichtes Spiel, die Jungtiere aus der übervollen Höhle zu holen. Deshalb ist es wichtig, die Nistkästen im Spätherbst zu leeren und zu säubern.
Kleiber bleiben auch im Winter in der Nähe der Menschen und nutzen gern die Nistkästen als Schlafgelegenheit. Deshalb reinigt man sie vor dem Bezug im Frühjahr noch einmal.