Nistkasten und Nisthilfen für Schwalben

Nistkasten und Nisthilfen für Schwalben

Schwalben sind gern gesehene Glücksbringer und nützlich dazu. In Deutschland kennen wir Rauch-, Mehl- und Uferschwalben. Rauch- und Mehlschwalben siedeln gern in der Nähe von Menschen. Sie brauchen ein großes Angebot an Insekten. Deshalb sind sie meist in Gebieten mit Viehhaltung oder größeren Feuchtgebieten anzutreffen. Schwalbe, insbesondere Mehlschwalben brüten in der Regel unter Dachüberständen, während Rauchschwalben im Inneren von Stallgebäuden nisten.

Heute scheitert der Nestbau oft an nicht vorhandenem Baumaterial. Wen den Vögeln helfen möchte, kann dies mit einer immer feuchten Lehmpfütze tun. Im Notfall kann es auch sinnvoll sein, künstliche

Nistkästen, so genannte Schwalbennester anzubringen. Diese kann man kaufen oder aber aus einer Sägemehl-Gips-Mischung herstellen. Da sie Koloniebrüter sind, sollte man
stets mehrere Nistkästen nebeneinander anbringen. Die Nester müssen so angebracht werden, dass die Distanz zwischen der Nestoberkante und der Decke ca. 10 cm beträgt.  Die Vögel können dann den Nestrand etwas aufmauern, ohne dass der Abstand zur Decke zu eng wird.

Will man Schwalben außerhalb eines Bauernhofes ansiedeln, muss man erst überprüfen, ob es in der Umgebung genug Futter gibt.  Besonders insektenreich sind offene Wasserflächen, Baumreihen, Hecken, Hochstamm-Obstwiesen, Waldränder, lockere, parkartige Baumbestände, Weiden und Brachen.
Aufgehängt werden die Nester unter einem Dachvorsprung an Hausfassaden, immer an der wetterabgewandten Seite. Sie sollten in mindestens 2 m Höhe angebracht werden. Auf eine freie An- und Abflugmöglichkeit von und zum Nistkasten ist zu achten.

Eine Reinigung des Nistkastens nach der Brutzeit im September/Oktober ist sinnvoll, um möglichem Parasitenbefall entgegenzuwirken.