Futterhaus & Futterhäuser für heimische Vögel

Futterhaus & Futterhäuser für heimische Vögel

Das richtige Füttern der heimischen Vögel ist mehr als nur eine Ladung Körner in den Garten zu schütten. So sollte nur immer so viel gefüttert werden, wie tatsächlich gefressen wird, denn sonst beginnt das Futter zu schimmeln und zu vermodern.

Abends sollten die Reste des Futters entfernt werden. Damit Kot und Körnerhülsen keine Quelle und Brutstätte für Krankheiten und Schimmel werden, muss ein Futterhaus regelmäßig gesäubert werden. Deshalb ist es bei der Anschaffung wichtig, darauf zu achten, dass das Futterhaus

leicht zu öffnen und zu reinigen ist.

Praktische Gesichtspunkte zählen mehr als Schönheit und Design. So müssen die Vögel beim Fressen einen guten Rundumblick haben, damit sie sich sicher fühlen können vor möglichen Fressfeinden, die sich aus dem Hinterhalt anpirschen wollen. Bevor einfach eine Tüte universelles Vogelfutter gekauft wird, sollte sich der Tierfreund erkundigen, welche Gartenvögel in seiner Umgebung leben und was sie fressen.

So gibt es Körnerfresser und Weichfresser. Zu den Körnerfressern gehören die seltenen
Grünfinken, der Dompfaff, der Kernbeißer, die Kohl- und die Blaumeise. Sie bevorzugen ungeschälte Saaten und natürlich Körner, wie Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mohnsamen sowie Fettfutter wie den Meisenknödel.

Eine andere Nahrungspalette bevorzugen die Weichfresser, zu denen beispielsweise das Rotkehlchen, die Amsel, der Zaunkönig und auch die Heckenbraunelle gehören. Sie mögen im Futterhaus gern gequetschte Körner wie Dinkel-, Gersten-, Weizen- und Haferflocken finden. Ihnen kann man auch getrocknete Beeren und heimisches Obst anbieten.

Damit sowohl Körner- als auch Weichfresser im Futterhaus immer das richtige Futter finden, ist es sinnvoll, mehrere Futterhäuser aufzustellen. Die Körnerfresser mögen in der Regel hängende Ringe, Futterglocken oder Körnersilos, an denen sie herumturnen können, während die Weichfresser es lieber haben, in einem fest installierten Häuschen zu fressen.

Manche Tierfreunde möchten den Vögeln zusätzlich Wasserstellen bieten, da sie im Winter kaum Wasser finden können, wenn es frostig ist, aber kein Schnee liegt. Die Gefahr ist hier jedoch, dass die Vögel sich trotz der Minusgrade dazu verleiten lassen, zu baden. Doch wenn das Gefieder anschließend gefriert, ist dies meist der Tod des kleinen Vogels.

Besser ist es deshalb, zwar Wasser aufzustellen, aber nur in Gefäßen, in denen die Vögel nicht baden können, etwa in flachen Schalen oder in den Trinkflaschen, die es im Handel gibt.