Futterhäuschen zur Winterfütterung aufstellen

Futterhäuschen zur Winterfütterung aufstellen

Nach Schätzungen der Naturschutzverbände kaufen die Deutschen jedes Jahr für 15 bis 20 Millionen Euro Vogelfutter und Futterhäuschen. Obwohl sich in so vielen Gärten Futterhäuschen, Meisenknödel und Körnersilos befinden, ist das Thema unter den Tierschützern äußerst umstritten und wird kontrovers diskutiert.

Soll man die Vögel im Winter füttern oder finden sie auch in der kalten Jahreszeit genug zu fressen und ein Futterhäuschen aufstellen? Ist das Futter ein nötiger Energielieferant oder hindert es die Tiere daran, ihren natürlichen Rhythmus zu finden? Ist das Füttern nötig, weil

Körner und Beeren in der Natur zu sehr mit Pestiziden belastet sind oder sind die heiß umkämpften Futterstelen zusätzliche Krankheitsquellen und Keimschleudern?

Sicher ist: Das Füttern der Gartenvögel im Wintern ist kaum eine Hilfe für gefährdete Arten, denn die schwirren selten durch dicht besiedelte Gebiete. Wer dennoch die Vögel im Winter füttern möchte, weil er es genießt, die kleinen Piepmätze umherhopsen zu sehen, der
sollte einige Regeln beachten.

So sollte das Füttern nur bei Frost und Schnee erfolgen, wenn der Energieaufwand für die Tiere hoch ist, aber sie nur wenig verwertbares Futter finden. Wichtig ist es, nicht schon vor der erwarteten Notzeit zu füttern und auch im Frühjahr spätestens bis März die Futtermenge so zu verringern, dass nicht mehr gefüttert werden muss. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Altvögel ihre Jagd auf Insekten und Würmer zu spät beginnen und die Jungtiere nicht richtig versorgen.

Beginnt man mit dem Füttern, ist es wichtig, regelmäßig Futter im Futterhäuschen anzubieten. Aber immer nur so viel, wie an einem Tag gefressen wird, denn sonst bilden sich Schimmel und Krankheitskeime. Das Futterhäuschen sollte am besten täglich gereinigt werden, allerdings ohne scharfe Reinigungsmittel. Am besten eignen sich Einlagen aus Papier oder Folie, die täglich gewechselt werden, oder eine herausnehmbare Schublade, die heiß abgespült werden kann.

Wer sein Häuschen selbst baut, sollte zwei Schubladen vorbereiten, damit eine von beiden immer Zeit zum gründlichen Trocknen hat. Das Häuschen sollte zwar regen- und windgeschützt sein, damit das Futter nicht gefriert oder nass wird, es darf aber nicht zu geschlossen sein. Der Grund dafür: Die Vögel müssen beim Fressen eine gute Rundumsicht haben, damit sie sich sicher fühlen vor möglichen Feinden wie Katzen.