Johannisbeeren, rote und weiße

Ob rote, weiße oder schwarze Früchte: Johannisbeeren sind wertvolle Vitamin-C-Spender, leicht zu kultivieren und beanspruchen wenig Platz.

Der Name der Johannisbeere leitet sich von ihrer Reifezeit ab, die etwa um die Johanni, den 24. Juni liegt. Rote und Weiße Johannisbeeren sind eng mit der Schwarzen Johannisbeeren die meiste Süße entwickeln und die Roten Johannisbeeren eher säuerlich schmecken, haben unter den Beerenfrüchten die Schwarzen Johannisbeeren neben der Kiwi den höchsten Vitamin-C-Gehalt.

Rote und Weiße Johannisbeeren

An offenen, windgeschützten und sonnigen oder

halbschattigen Standortengedeihen Rote und Weiße Johannisbeeren am besten. Der Boden sollte weder zu trocken noch staunaß sein und mit reichlich verrottetem Stallmist oder Gartenkompost angereichert werden. Ein pH- Wert im neutralen bis schwach sauren Bereich wirkt sich günstig aus.

Kultivierung

Zwar gilt der November als die beste Pflanzzeit, man kann die Setzlinge bei günstiger Witterung jederzeit zwischen Herbst und Frühjahr in frostfreies Erdreich pflanzen. Bei einer Buschkultur empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 1,5 bis 1,8 m, in Heckenkultur sollten die Stöcke ca. 50 cm voneinander entfernt stehen.

Direkt nach dem
Einsetzen schneidet man bei der Buschkultur alle Triebe so weit über einer nach außen gerichteten Knospe zurück, dass ab der Basis noch etwa vier Knospen bleiben. Heckensträucher erhalten einen Stab als Stütze, damit sie gerade wachsen. Nach dem Einpflanzen der Setzlinge wählt man die kräftigste Rute als Hauptstamm. Die übrigen Triebe schneidet man dicht über dem Boden b, außerdem kürzt man alle Seitentriebe des Hauptstamms auf zwei Knospen, und bindet sie mit einer weichen Schnur an den Stützstab.

Stecklingsvermehrung: Im Herbst schneidet man verholzte Triebstecklinge in einer Länge von 25 - 30 cm ab. Man zieht eine V-förmige, an einer Seite senkrechte, 20 cm tiefe Furche und streut etwas Sand hinein. Die Setzlinge werden in einem Abstand von 15 cm von der senkrechten Furchenwand so ein, dass nur zwei Knospen über der Erde liegen, die Furche mit Erde auffüllen und gut andrücken. Nach vier Wochen pflanzt man die frischbewurelten Stecklinge an den dafür vorgesehenen Standort.

Ernte und Lagerung: Die Beeren pflückt man nach der Reife. Diese sollte man dann möglichst bald verzehren, einkochen der einfrieren, denn sie können nur 2 - 3 Tage gelagert werden.

Schädlinge und Krankheiten: Ausgewogene Düngung, ein regelmäßiger Schnit sowie gründliches Mulchen erhalten die Sträucher gesund und widerstandsfähig. Die weiße Johannesbeerblasenlaus hat bei ausgewogenen gedüngten Pflanzen keine Chance. Regelmäßige Kontrolle ist bei Befall mit der Stachelbeerblattwespe notwendig, deren gefräßige Larven in kurzer Zeit ganze Sträucher vernichten können. In schlimmen Fällen spritz man seifenhaltige Präparate. Winzige braune Flecken und abfallende Blätter sind ein Anzeichen für die Blattkrankheit. Hier spritzt man Ackerschachtelhalmtee und entfernt das Herbstlaub, nur im Notfall verwendet man ein Fungizid.

Sortenauswahl:

Rote Johannisbeere
  • `Jankher von Tets`- frühe, reiche Sommerernte, dunkelrote große Beeren mit kräftig säuerlichem Aroma.
  • `Laxtons Nr.1`- Sommerernte; mittelgroße hellrote, süßsäuerliche Beeren, sehr safitig mit viel Vitamin C.
Weiße Johannisbeere
  • `Weiße aus Jüterborg`- mittlerer Ertrag ab Anfang Juni, aromatisch süßer Geschmack, wenig Säure.