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Die Sträucher mit ihren schmackhaften Beeren wachsen zwar langsam, liefern aber meist eine reiche Ernte. Seit dem 16. Jahrhundert kultiviert man in Mitteleuropa Stachelbeeren. Längst hat man aus der relativ kleinen Wildform Sorten mit großen, aromatischen Früchten gezüchtet. Aufgrund ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten zählen sie zu den beliebtesten Beerensorten. Vor der Reife schmecken sie ziemlich sauer, ausgereift jedoch ausgesprochen süß. Man kann sie als Sträucher oder in verschiedene Spaliersorten ziehen, etwa als Schnurbaum, auch Kordon genannt. Ein ausgewachsener Strauch liefert rund 5kg Beeren, ein Kordon um die 3kg.
Standort: Diese Beeren fühlen sich im Halbschatten und an mäßig
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sonnigen Stellen gleichermaßen wohl. Der Standort sollte lediglich gegen kalte Winde und Spätfrost geschützt sein, damit die Blüten keinen Schaden davon nehmen. Stachelbeeren gedeihen an jedem feuchten, gut durchlässigen Standort, entwickeln sich jedoch am üppigsten auf tiefgründigem, gut gedüngtem Lehmboden.
Kultivierung: Zwei oder drei Jahre alte Pflanzen setzt man bei möglichst milder Witterung zwischen Herbstmitte und zeitigem Frühling. Der Pflanzabstand sollte etwa 1,5m betragen. Als Spalier oder Kordon zieht man Stachelbeeren an einem Zaun oder einer wand, indem man zwischen zwei Pfosten in Abständen von e 30cm drei waagerecht gespannte Drähte befestigt.
Pflege: Mit Ausnahme des ersten Winters nach dem Auspflanzen mulcht man die Sträucher regelmäßig mit gut verrottetem Kompost oder Stallmist, um das Aufkeimen von Wildkräutern zu unterdrücken. Sobald die Sträucher reichhaltig Früchte angesetzt haben, beginnen Sie im späten Frühjahr, die kleinen Beeren auf 5-8cm Abstand auszulichten.
Ernte: Für Konfitüren oder Kompotte erntet man die Früchte, sobald diese einen Durchmesser von 1- 1,5cm erreicht haben. Wer sie roh genießen möchte, sollte abwarten, bis sie weich und vollreif sind.
Vermehrung: Ende Oktober schneidet man etwa 40cm lange Stecklinge von ausgereiften Trieben, Der Schnitt sollte unbedingt oberhalb einer Knospe erfolgen. Die Spitze des Stecklings kappt man unmittelbar über einer Knospe. Mit dem Spaten sticht man einen 20cm tiefen Graben aus, dessen eine Seite senkrecht und die andere in eine 45° Winkel abfällt. Am Bode des Grabens verteilt man eine Schicht Sand zur Verbesserung der Dränage. Die Stecklinge werden in Abständen von 15cm in den graben gesetzt. Dabei sollten die obersten Knospen oberhalb des Grabrandes bleiben, anschließend die Erde gut fest drücken. Die bewurzelten Stecklinge werden wie Jungpflanzen behandelt.
Schädlinge und Krankheiten: Von der Stachelbeerblattwespe werden vor allem junge Pflanzen heimgesucht. Ihre Larven können in kürzester Zeit ganze Sträucher abfressen. Auch hier kann die Förderung von Nützlingen wie Igel oder Spitzmaus vorbeugen. Bei starkem Befall helfen seifenhaltige Präparate. Winzige bräunliche Flecken, die sich schnell verbreiten, sind ein Anzeichen für die Blattfallkrankheit. Dieses Laub muss sofort entfernt werden.
Mittelfrühe Sorten; `Lauffener Gelbe`- gelbe Früchte mit ausgezeichneter Süße, hohe Erträge `Rote Triumph`- dunkelrote, kugelige, süßsäuerliche Früchte Späte Sorten; `Weiße Triumph`- grünweiße Früchte mit ausgezeichnetem, süßsäuerlichem Geschmack
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