Hagebuttenmarmelade selber machen

hagebutten_flHagebutten sind die Früchte von verschiedenen Rosenarten. Vor allem von Wildrosen kann man viele und oft auch sehr große Hagebutten ernten.

Das Fruchtfleisch ist reich an Vitaminen, besonders an Vitamin C, A, B1 und B2.

Da die Samen in den Hagebutten Juckreiz und Allergien hervorrufen können, sollten sie nicht mitverarbeitet werden, es sei denn, man möchte Juckpulver aus ihnen machen. Außer zu Marmelade können die Hagebutten auch zu Fruchtwein, Likör und Aufgussgetränken verarbeitet werden.

Früchte sammeln

Je später man Hagebutten pflückt, desto süßer

sind sie. Im Prinzip könnte man sie sogar erst im Frühjahr ernten, denn viele von den Früchten überdauern den Winter an den Rosen unbeschadet. Sie sind immer noch genießbar. Am besten sammelt man die reifen Früchte nach dem ersten Frost, dann sollen sie am leckersten sein. Wer Angst hat, dass die Vögel vorher alles wegschnappen, kann früher ernten und die Hagebutten kurzzeitig in den Gefrierschrank legen, so über Nacht etwa.

Früchte bearbeiten

Man sagt, Hagebuttenmarmelade herzustellen ist aufwändig. Wenn man alles per Hand macht, stimmt das auch. Es gibt aber gute Hilfsmittel, welche die Arbeit
erleichtern. Egal, auf welche Art man die Kerne oder Samen entfernt, die Stiele und Blütenansätze müssen zuerst weg.

Also, normalerweise müssen die Hagebutten erst aufgeschnitten werden, damit man die Kerne entfernen kann. Sie werden dann mit einem Teelöffel herausgeschabt. Da die Hagebutten außen voller kleiner Härchen sind, sollte man bei dieser Arbeit Haushaltshandschuhe tragen, da diese Härchen Allergien bzw. Juckreiz auslösen können. Die Hagebuttenhälften sollten dann noch einmal gewaschen werden, dann kommen sie in den Topf. Wenn sie weich gekocht sind, muss man sie noch durch ein Sieb passieren und den Rest in einem sauberen Tuch gut ausdrücken. Das ist viel Arbeit und bei allem muss man aufpassen, dass man sich nicht bespritzt, die Flecken gehen ganz schlecht aus Kleidung raus.marmelade_fl

Man kann es aber auch anders machen. Man wäscht die Hagebutten und kocht sie anschließend gleich weich. Dann füllt man sie in einen so genannten Obstwolf, heute oft als Beerenwolf bezeichnet. Man kann das Gerät einstellen, wie fest die Masse ausgepresst werden soll. Da ein engmaschiges Sieb enthalten ist, werden auch die kleinen Härchen herausgefiltert. Die Rückstände werden ausgeworfen und können entfernt werden. Die Masse kommt dann in den Topf und kann weiterverarbeitet werden. Muss ja eigentlich nur noch Gelierzucker dazu.

Marmelade herstellen

Zu der Hagebuttenmasse kommt etwas Wasser, der Saft einer Zitrone und passend zum Gewicht der Hagebutten der Gelierzucker. Die Masse sollte einmal aufkochen, danach kann man schon die Gelierprobe machen. Lecker schmeckt die Marmelade, wenn man frischen Ingwer in kleinen Stücken zugibt, aber nicht viel, sonst überwiegt der Ingwergeschmack.