Löwenzahngelee und Löwenzahnhonig selber machen

loewenzahn3_flÄrgern Sie sich über Löwenzahn im Rasen? Haben Sie dieses Jahr dem Löwenzahn den Großangriff angesagt? Oder haben Sie sich mit dem Löwenzahn in Ihrem Rasen versöhnt, weil Sie weder zur Chemiekeule greifen möchten noch Lust haben, den ganzen Löwenzahn Stück für Stück auszustechen?

Wer von Löwenzahn umgeben ist, sodass Samen von rundherum zufliegen, wird wohl keine Alternative haben, wenn es den Löwenzahn nicht zur Lebensaufgabe machen möchte. Vielleicht tröstet Sie, dass es eine durchaus nutzbringende, ja sogar sehr leckere Verwendung für den gelben Überfluss

gibt: Sie können aus den Blüten Löwenzahngelee und Löwenzahnhonig herstellen.

Was sind Löwenzahngelee und Löwenzahnhonig?

Die Begriffe Löwenzahngelee und Löwenzahnhonig sind ungenau, Honig wird nur von Bienen gesammelt, und Gelee ist eingedickter Fruchtsaft. Aber das Ergebnis ist sehr ähnlich, der Löwenzahnsirup (wie der Löwenzahnhonig richtig heißen müsste) hat eine honigartige Konsistenz und sieht auch so ähnlich wie Honig aus. Das Löwenzahngelee sieht ebenfalls aus wie Gelee und hat auch eine solche Konsistenz.

Löwenzahngelee und Löwenzahnhonig selber machen

Zuerst brauchen Sie Löwenzahnblüten, viele Löwenzahnblüten. Mindestens 200 Gramm, da die Blüten sehr leicht sind, ist das schon ein ziemlicher Haufen. Die Blüten sollten trocken bei
vollem Sonnenschein geerntet werden, aber Menschen mit Erfahrung in der Verarbeitung berichten, dass es nichts ausmacht, wenn die Blüten etwas feucht sind.

Nun wird in den Rezepten in der Regel angegeben, dass man die Blüten vollständig von allen grünen Bestandteilen trennen solle. Das ist auch schon wieder fast eine Lebensaufgabe. Da kommerzielle Hersteller jedoch durchaus ganze Blüten verwenden sollen, haben private Sammler auch schon die Blüten einfach nur platt gedrückt und unten so viel Grün wie möglich abgeschnitten. Soll kaum einen Unterschied im Geschmack machen, die Zubereitungen mit den gezupften Blüten sind natürlich “reiner”.

Für beide Zubereitungen werden nun die Blüten in Wasser gekocht (1 Liter Wasser auf 200 Gramm Blüten), über Nacht im Wasser stehen gelassen und abgeseiht.

Aus diesem “Löwenzahnwasser” machen Sie Gelee, indem Sie es mit circa 650 Gramm Gelierzucker 2:1 und Zitronensaft nach Geschmack wieder vorsichtig aufkochen. Wenn die Gelierprobe stimmt (1 Teelöffel auf eine eiskalte Untertasse geben, wenn das Ergebnis nicht dick genug ist, weiteren Gelierzucker zugeben), wird das Gelee in die vorbereiteten sterilisierten Gläser gefüllt und verschlossen.

loewenzahn2_flMöchten Sie Löwenzahnsirup als Ergebnis, geben Sie 1 Kilogramm braunen Zucker und Zitronensaft nach Geschmack in die Flüssigkeit und lassen sie bei milder Hitze vor sich hin köcheln, bis die Flüssigkeit sirupartig eindickt. Das kann rund eine Stunde dauern, die Flüssigkeit wird aber zum Schluss schnell dicker. Sie können die Konsistenz prüfen, indem Sie einen Löffel in die Flüssigkeit tauchen und hochziehen, wenn der Sirup beginnt, Fäden zu ziehen, ist er fertig. Er wird dann ebenfalls in Gläser abgefüllt wird.

Auf diese Weise lässt sich übrigens auch Waldmeistergelee herstellen, oder Rosengelee oder Holunderblütengelee.