Pflaumenmarmelade selber machen

pflaumen_flDie meisten nehmen lieber Zwetschgen für ihre Marmelade, da sie sich besser entsteinen lassen. Allerdings gibt es seit einiger Zeit auch neue Pflaumensorten, die den Zwetschgen immer ähnlicher sind.

Pflaumen erkennt der Laie daran, dass sie im Gegensatz zur Zwetschge keine Fruchtnaht haben. Neue Sorten sind sich aber sehr ähnlich, da die Sorten untereinander gekreuzt werden.

Die im Handel angebotenen großen Pflaumen sind in der Regel keine einheimischen Sorten. Es handelt sich meist um Importe aus südlichen Ländern. Diese Pflaumen lassen sich gut lagern, haben

aber ein ziemlich wässriges Aroma. Am besten sind immer noch die Früchte alter Pflaumensorten. Davon finden sich auch noch viele in Hausgärten und auf privaten und staatlichen Streuobstwiesen.

Pflaumen reifen schon im Hochsommer, Zwetschgen später. Gut für Pflaumenmarmelade geeignet sind folgende Sorten: Ontariopflaume, Eierpflaumen, Jo-Jo Pflaume, Kirkes Pflaume, Löhrpflaume, Ageline Burdette, Tipala und viele andere.

Pflaumen entsteinen

Zuerst müssen die Pflaumen natürlich gewaschen werden. Dann beginnt die mühselige Arbeit des
Entsteinens. Am besten sucht man sich dazu einen bequemen Sitzplatz. Man braucht nur ein spitzes, nach Möglichkeit scharfes Messer. Die Pflaume wird vom Stielansatz zur Spitze mit einem Ratsch aufgeschnitten. Dann klappt man die beiden Teile auf und nimmt den Kern/Stein heraus. Das geht oft gar nicht so leicht: Pflaumen lassen sich nicht so leicht entsteinen, vor allem, wenn sie noch nicht ganz reif sind. Bei Zwetschgen geht es leichter. Den Pflaumenkern muss man manchmal mühsam herausschneiden. Wenn man mehrere Kilo Früchte entsteinen muss, weiß man anschließend, was man gemacht hat.

Marmelade kochenpflaumenmus_fl

Die Pflaumen werden natürlich erst nach dem Entsteinen gewogen. Sie werden anschließend grob zerkleinert, man kann das auch gleich beim Entsteinen machen. Anschließend gibt man die Fruchtstücke mit dem passend dazu abgewogenen Gelierzucker in einen Topf. Gut zu Pflaumen passt Zimt, davon sollte man auch etwas mit hinein geben. Alles einige Stunden durchziehen lassen. Dazu kommt etwas Wasser, dann wird die Masse unter ständigem Rühren erhitzt, bis sie aufkocht. Sie muss etwa 4 Minuten sprudelnd kochen. Dann kann man die Gelierprobe machen. Wird die Masse schnell fest, kann man die fertige Pflaumenmarmelade in vorbereitete Gläser füllen.

Variationen

Außer Zimt kann man auch Rotwein, Amaretto, Walnüsse, Schokolade, Rum, Vanille, kandierten Ingwer, Mandeln und andere Zutaten nutzen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch kann man andere Früchte mit den Pflaumen kombinieren wie Nektarinen, Kirschen, Äpfel, Kiwi, Birnen und andere.