Bergpfirsich selber ziehen - Pflanzen, Schneiden, Pflege

Pfirsichbaum in voller BlüteBergpfirsiche sind zuckersüß und ausgesprochen lecker. Sie stammen ursprünglich aus China und waren recht klein. Durch sortenechte Vermehrung über Veredlung werden heute aber große Früchte erreicht. Der Bergpfirsich ist recht einfach selbst zu ziehen. Allerdings sollte man wissen, dass es eine wärmebedürftige Obstart ist.

Am besten gedeihen die Bäume im Weinbauklima. Besonders für das Ausreifen wird viel Wärme benötigt. Ebenso sind die Blüten frostgefährdet, denn der Bergpfirsich blüht früh im Jahr, manchmal schon im März. Günstig ist,

dass die Selbstbefruchtung beim Bergpfirsich sehr gut funktioniert.

Kern pflanzen

In milden Regionen kann man einfach einen Bergpfirsichkern in den Gartenboden stecken:
    • Der Kern wird nicht aufgeknackt. Ohne Schale ist die Gefahr des Faulens oder dass er angefressen wird zu groß.
    • Man kann den Kern natürlich auch im Pflanztopf einpflanzen. Die Bäume draußen werden aber widerstandsfähiger. Nur die kräftigsten können sich behaupten.

target="_self">Kräuselkrankheit und sind robuster. Standort
  • sehr geschützt, vor allem auch vor Wind
  • warmer und unbedingt vollsonnig
Pflanzsubstrat

Am besten gedeiht der Bergpfirsich in warmen, milden Lößböden. Auch humoser Sandboden ist geeignet, wenn er einen hohen Nährstoffgehalt aufweist und im Untergrund feucht genug ist. Schwere Böden sind ungünstig, ebenso wie feuchte Untergründe oder gar Staunässe

Bergpfirsich gießen und düngen

Nur bei ausreichender Feuchtigkeit entwickelt sich der Geschmack der Früchte optimal. Zu wenig und zu viel Wasser wirken sich ungünstig aus.
  • Gleichbleibende Feuchtigkeit bis zur Ernte ist am besten.
  • Direkt vor der Ernte Wassergaben einstellen, damit die Früchte keinen faden Geschmack entwickeln.
  • Gerade junge Bergpfirsichbäume wachsen schnell und benötigen viele Nährstoffe.
Reife Früchte an einem selber gezogenen BergpfirsichbaumBergpfirsich schneiden

Besonders junge Bergpfirsichbäume müssen stark geschnitten werden. Sie blühen immer an den einjährigen Langtrieben. Es gibt auch Früchte an den Kurztrieben, aber diese sind in der Regel von schlechterer Qualität. Ein starker Rückschnitt schützt den Baum vor Verkahlung und regt die Triebkraft an. Schwache Triebe nennt man falsche Fruchttriebe. Sie sind unerwünscht. Man erkennt sie daran, dass die Blüten überwiegend gegenüber von den Blattknospen sitzen. Wahre Fruchttriebe stehen steil nach oben und sind kräftig. Die Blüten- und Blattknospen sitzen auf dem gleichen Knospenpunkt.
  • Die wahren Fruchttriebe werden am besten auf  6 bis 8 Blütenknospen eingekürzt.
  • Die falschen Triebe schneidet man auf  1 bis 2 Augen zurück.
  • Geschnitten wird beim Pfirsichbaum kurz vor der Blüte.
  • Nicht im Winter schneiden! Die Wunden verheilen schlecht und es kommt zu Gummifluss.
  • Ideal ist noch eine zweimalige Triebkorrektur während der Vegetationszeit.
Der Bergpfirsich ist beliebt wegen seines tollen Aromas und dem geringen Zuckergehalt. Man kann sich einen Baum recht leicht aus einem Kern ziehen. Wichtig sind der ideale Standort und ein entsprechendes Pflanzsubstrat. Schon nach drei Jahren gibt es erste Früchte zu ernten.