Früchte der Passionsblume - Vermehren mit Samen

Frucht der PassionsblumeBeheimatet ist die Passionsblume Purpurgranaldilla Passiflora edulis im tropischen Brasilien. Eine Anzucht aus dem Samen der Passionsblume ist während des ganzen Jahres innerhalb des Hauses möglich. Es wird viel Wärme und Luftfeuchtigkeit benötigt. Den benötigten Samen dazu bekommt man von der Maracuja-Frucht.

Die Behandlung des Samens noch vor der Aussaat

Man öffnet die Frucht und schabt das Fruchtfleisch heraus. Darin eingebettet befinden sich die Samen. Das Fruchtfleisch wird mit einer Bürste so lange unter fließendem Wasser bearbeitet, bis die

Samen gründlichst vom Fruchtfleisch gereinigt sind. Den Samen macht diese Behandlung gar nichts aus. Vielleicht etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig aber die Anzucht aus Samen ist nicht ganz einfach. Der Samen kommt für die ersten zwei bis drei Tage in warmen Orangensaft. Das Glas oder der Becher mit dem Samen kommt auf eine Heizmatte. In der Heizperiode tut es auch der Kachelofen oder auf einem Brettchen auf den Heizkörpern. Wenn die ersten zwei bis drei Tage um sind, ist der Orangensaft bereits gut verschimmelt. Das sieht zwar nicht appetitlich aus aber nach dem Aussieben kommen sie für einen weiteren Tag in warmes Wasser.

PassionsblumeFür diesen einen Tag die gleiche Behandlung mit Heizmatte oder Heizung wie vorher. Bis hierher war es wahrlich keine angenehme Arbeit. Wahrscheinlich täuscht diese Aktion den Samen vor, die Frucht wäre auf den Erdboden gefallen und würde bereits verrotten. Solange der Samen sich noch in der Frucht befindet, ist ein Keimschutz aktiv.

Die Aussaat im wärmeregulierten Boden
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Wer nun ein leeres Aquarium mit Bodenheizung hat, kann sich glücklich schätzen. Dieses kann mit Aussaaterde aufgefüllt werden, etwa vier bis sieben Zentimeter hoch. Damit kann die Temperatur des Bodens kontinuierlich auf 25 bis 35 °C gehalten werden. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man eine klare Plastikfolie über das Aquarium stülpen. Wahrscheinlich werden die ersten vorwitzigen schnellen Keimlinge bereits nach ein bis zwei Wochen keimen. Der größte Teil der Samen wird nach vier bis sechs Wochen keimen.

Es kann dann immer noch passieren, dass einige Samen in der Aussaaterde verbleiben. Hier kann es dann passieren, wenn man diese Erde anderweitig verwendet, noch nach Monaten Samen der Passionsblume irgendwo keimen. Wer Passionsblumen aus Samen ziehen will, sollte also schon etwas Geduld mitbringen.

Das Erlebnis der ersten Blüten

Je nachdem welche Art von Passionsblume man zur Anzucht bringt, bringt die Pflanze in der Regel erst im folgenden Jahr die ersten Blüten. Bei den Arten wie die P. morifolia, die P. suberosa oder die einjährige P. gracilis kommt es noch im gleichen Jahr zur Blütenbildung.  In der Regel heißt es also, wenn die Aussaat im Herbst erfolgte, werden die Blüten erst im folgenden Sommer kommen.

Ein Abenteuer der besonderen Art

Passionsblume BlüteSicherlich ein beeindruckendes Ereignis und Abenteuer die Passionsblume aus Samen heranzuziehen. Aber welch ein Erlebnis, das Knospen und das Öffnen einer Blüte zu erleben, die man aus einem kleinen Samen selber herangezogen hat.

Die faszinierenden Blüten der Passionsblume

Die exotische Kletterpflanze

mit den herrlichen Blüten ist eine beliebte Zierpflanze geworden. Sie macht sich sehr gut auf der Fensterbank oder im Wintergarten und im Garten, wie auch auf der Terrasse Akzente setzen. Vom April hin bis in den späten Oktober hinein ist die Blütezeit dieser äußerst attraktiven Pflanze. Die radiärsymmetrischen Blüten der verschiedenen Varianten reichen von unter einem Zentimeter Durchmesser bis zu großen Blüten mit einem Durchmesser von 18 Zentimetern. In der Mitte des 17. Jahrhunderts haben Missionare diese Lianenpflanze der Tropen entdeckt. Die Missionare interpretierten in die Blüten eine Symbolik der Passion Christi. So kam es das sie den Namen Passiflora erhielt, im Lateinischen 'Passio' für das Leiden. Es gibt mehr als 450 Arten der dieser Rankenpflanze. Die meisten davon wachsen in Amerika. Einige wenige Varianten kennt man in Asien und Australien.