Kapstachelbeere (Physalis peruviana) - Pflanzen, Pflege, Anbau

physalis_flDie Kapstachelbeere wird auch Andenbeere genannt und gehört zur Gattung Physalis. Ihr botanischer Name ist Physalis peruviana. Die meisten Menschen kennen die Kapstachelbeere nur als exotische Frucht aus dem Supermarkt, die gerne auch als Dekoration bei einem Büfett verwendet wird.

Dabei kann man sie ähnlich wie Tomaten auch in Mitteleuropa im Garten anbauen.

Pflege der Kapstachelbeere

Die Kapstachelbeere bevorzugt vollsonnige Plätzchen. Das Substrat sollte nährstoffarm und sauer, neutral oder alkalisch sein. Diese Pflanze muss nicht gedüngt werden, wenn sie in

einem normalen Gartenboden gedeiht. Am besten ist es, man mulcht sie. Durch eine Überdüngung kann es zu einem zu hohen Nährstoffgehalt kommen, was wiederum zu einem verstärkten Triebwachstum führt, was zu Lasten der Blüte und der Früchte geht.

Ein besonderes Augenmerk auf die Bewässerung muss nicht gelegt werden. Entscheidend ist, dass die Kapstachelbeere nicht austrocknet, da sie gegenüber Trockenheit sehr empfindlich reagiert.

Ein Schnitt ist nur dann erforderlich, wenn es sich um eine mehrjährige Kultur handelt. In diesem Fall wird die Physalis im Frühling stark auf 1/3 bis 1/2 zurückgeschnitten.

physalis2_flDie Überwinterung der Kapstachelbeere ist grundsätzlich möglich, denn sie wächst in der Natur als mehrjährige Pflanze. Da es sich hierbei um eine Pflanze aus den Tropen handelt, sollte für die Überwinterung ein heller und kühler, aber nicht kalter Standort gewählt werden. Temperaturen um die 15 Grad Celsius gelten als ideal. Ein beheiztes Treppenhaus bietet sich in der Regel perfekt an.

Daneben gibt es auch einige Sorten, die frosthart sind und Temperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius ohne weiteres vertragen. Die wenigsten
Hobbygärtner aber machen sich diese Arbeit. Die Kapstachelbeere kann leicht aus Samen gezogen werden und trägt bereits im ersten Jahr nach der Aussaat. Daher wird sie in Deutschland meist nur als einjährige Pflanze kultiviert.

Anbau der Kapstachelbeere

Möchte man die Kapstachelbeere vermehren, entnimmt man der Frucht am besten mit einem Zahnstocher, die kleinen, weichen Samen, dies sich direkt in der Frucht befinden und die man normalerweise mitisst. Diese werden, falls erforderlich gesäubert und anschließend getrocknet. Ab Anfang Februar kann man sie Samen aussäen, da so die Sämlinge möglichst früh blühen und die Früchte schneller ausreifen können.

Besonderheiten gibt es bei der Aussaat nicht. In Bezug auf das Substrat ist einfache, normale Blumenerde völlig ausreichend. Wichtig ist nur, dass man die Samen mit etwas Erde bedeckt und darauf achtet, dass die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird. Im Idealfall zieht man diese Pflanze in einem Minigewächshaus auf der Fensterbank. Der Standort sollte dabei so hell wie möglich gewählt werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Pflanzen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Ferner ist im Minigewächshaus darauf zu achten, dass eine gute Belüftung gegeben ist, damit sich keine Wassertropfen auf den Scheiben bilden. Es dauert nur einige Tage bis zu einer Woche, bis die Pflanzen keimen. Sind die Bedingungen nicht ideal, verlängert sich die Keimzeit um einige Wochen.

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kann man die Sämlinge dann ins Freie stellen, am besten an einen vollsonnigen Standort. Hier sollte die Kapstachelbeere

mit einem Abstand von rund 60 Zentimetern zueinander gepflanzt werden.

Physalis - LampionblumeKapstachelbeere als Lebensmittel

Die Früchte der Kapstachelbeere kann man essen und das man besten roh. Sie gelten als sehr gesund, denn sie sich reich an Vitamin C, Provitamin A und B-Vitaminen. Auf der anderen Seite ist die Kapstachelbeere aber auch sehr kalorienhaltig. 100 Gramm dieser Frucht enthalten 76 kcal. Allerdings muss man in diesem Zusammenhang auch wissen, dass der Rest der Pflanze giftig ist. Naschen kann man die Kapstachelbeere direkt aus ihrer papierartigen, braunen Hülle. Diese kann man im Übrigen nicht essen.

Hin und wieder sind die Früchte mit einer klebrigen Schicht versehen, die man einfach abwaschen kann. Ab August kann man die kirschgroßen und orangefarbenen Beeren ernten, die nicht nur so als Nascherei lecker sind, sondern auch als Dekoration sehr ansprechend aussehen. Zudem kann man Salate und Obstsalate mit der Kapstachelbeere verfeinern.