Obstbäume - gute alte Sorten

Da im Oktober die Zeit naht, in der wurzelnackte Obstbäume gepflanzt werden, macht es Sinn, sich im Vorfeld mit dem Thema zu befassen. Wer Obstbäume pflanzen möchte, sollte sich also im Vorfeld Gedanken darum machen, welche Sorten es sein sollen, die in Zukunft den heimischen Garten bereichern.

Wenn das Wetter relativ frostfrei bleibt, können Obstbäume von Oktober bis Januar gepflanzt werden. Diese Bäume haben mehrere Vorteile. Zum einen wurden sie nicht in Kübeln gezogen, zum anderen gibt es diese Bäume in großer Vielfalt. Dem Hobbygärtner bleit also im

wahrsten Sinne des Wortes lediglich die Qual der Wahl. Das Pflanzen der Bäume im Herbst hat jedoch wichtige Vorteile. Zum können die jungen Triebe noch Wasser speichern, zum anderen findet man in den Baumschulen ein umfangreiches Sortiment von guter Qualität.

Wer sich Obstbäume kaufen möchte, sollte verschiedene Faktoren beachten. Die Obstbäume werden in verschiedene Gruppen unterteilt, von denen jede einzelne ihre Vor- und Nachteile hat. Schwachwachsende Bäume beispielsweise fruchten sehr früh. Allerdings werden sie mit nur 15 bis 20 Jahren nicht wirklich alt. Sie sind bei weitem nicht so ausdauernd wie Halb- oder Hochstämme. Hochstämme fruchten je nach Art erst nach zirka 5 Jahren. Bei der Wahl der Obstsorte sollte man neben dem Geschmack auf verschiedene andere Faktoren achten. Dazu zählen unter anderem Reifezeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Auch die Anforderungen, die die Obstsorte an den Standort und das Klima stellen, sollten auf jeden Fall bedacht werden. Natürlich
sind auch die Befruchtungsverhältnisse der Pflanzen wichtig. Damit würde die Frage geklärt ob die Pflanze selbstfruchtbar ist oder ob Fremdbestäubung zur Befruchtung notwendig ist.

Oft hört und liest man, dass die guten alten Sorten weniger krankheitsanfällig sind. Diese Ansicht ist jedoch unbegründet. Auch die Aussage, dass neue Sorten weniger schmackhaft seien, lässt sich nicht begründen. In diversen unterschiedlichen Geschmackstests haben neue Sorten sogar sehr gut abgeschlossen. Dank umfangreicher Züchtungsarbeit hat sich ein ansehnliches Obstsortiment entwickelt. Die Auswahl an Obstsorten ist folglich sehr groß und das Treffen der richtigen Entscheidung sehr schwierig. Je nachdem, welche gartenländlichen Gegebenheiten das Obst erwarten unterscheidet man viele verschiedene Apfel-, Birnen-, Süßkirsch-, Sauerkirsch- und Zwetschgenarten.

In guten Böden sollten für die Obstbäume Gruben mit 50 cm Tiefe und 1 Meter Seitenlänge ausgehoben werden. Falls der Boden steiniger ist, sollten die Pflanzlöcher entsprechend größer sein. Vor dem Pflanzen ist es zudem wichtig, die Wurzeln entsprechend zu überschauen. So sollten geknickte, beschädigte oder angefaulte Wurzelstücke sofort entfernt werden. Die Wurzeln werden folglich frisch angeschnitten. Um dem jungen Gehölz die richtige Entwicklung zu ermöglichen, sollte zuerst ein Pfahl in den Boden geschlagen werden. Auf diese Weise kann man gewährleisten, dass die Pflanze von Anfang an den richtigen Halt bekommt. Der Pfahl sollte dabei westlich des Baumes eingebracht werden und bis zur Krone reichen. Dazu kommt, dass er zwar die Krone erreichen, jedoch in keinem Fall hineinragen sollte. Je lockerer die Erde im Pflanzloch ist, desto besser kann der Obstbaum wurzeln. Außerdem verhindert man auf diese Weise Staunässe, weil das Wasser in den Boden absickern kann. Der Baum sollte im Pflanzloch festgehalten werden und die Erde so hineingegeben, dass die Erde

die Zwischenräume der Wurzeln füllt. Die Veredelungsstelle sollte zudem mindestens eine Hand breit aus dem Pflanzloch herausragen.