Säulenobst für die Terrasse - Obst anbauen, Obst Pflege

Wenn man sich mal die Terrassen anderer Leute anschaut oder auch die eigene, fällt schnell auf, dass dort zwar eine Menge Exoten wachsen, Obst jedoch die ganz große Ausnahme darstellt. Das mag auch daran liegen, dass viele Hobbygärtner nicht wissen, wie gut Obst als Spalierobst oder Säulenobst gedeiht und dass es sich als solches hervorragend für Terrassen eignet.

Für das gute Gedeihen ist das Klima verantwortlich, das man an warmen und sonnigen Hauswänden findet. Es ähnelt nämlich dem Klima südlicher

Länder. Durch die Mauern sind die Pflanzen vor Wind geschützt und können sowohl die abstrahlende Sonne als auch die gespeicherte Wärme sehr gut nutzen.

Für die Züchtung an Westwänden eignen sich Weinreben, Pfirsiche und Birnen. Sie sind aber auch für Süd- und Südwestwände geeignet, weil sie die Mittagssonne durchaus zu schätzen und zu nutzen wissen. Marillen, Äpfel und Kirschen bevorzugen den Halbschatten. Dazu gilt es zu sagen, dass so manche Sommerbirne und Sauerkirsche durchaus auch an schattigen Nordwänden gedeihen. Das Säulenobst hebt sich nicht nur von seiner Umgebung ab sondern stellt auch durch seine Blütenpracht einen Blickfang dar. Die Früchte sind zudem sehr schmackhaft und aromatisch. Spalier- und Säulenobst ist also hervorragend geeignet, den täglichen
Vitaminbedarf zu decken.

Wer sich selbst ein Spalier anlegen möchte, sollte auf einen Spindelbusch oder auf einen Buschbaum zurückgreifen. Diese stellen die beste Basis dar. Dabei sollten die Seitenäste am besten paarweise auf einer Ebene am Leittrieb entspringen. Wenn man die Äste biegen muss, sollte dies maximal zwanzig Zentimeter von der Spitze weg betragen. Dies sollte auch nur in der Zeit von Mai bis Juli erfolgen, da dies die vegetative Zeit des Baumes ist. Das Säulenobst gehört zu den anspruchsvolleren Pflanzen. Deshalb sollte man die Erde ruhig mit Kompost aufwerten, um dem Obst auf diese Weise den bestmöglichen Nährboden zur Verfügung zu stellen.

Für das Spalier eignen sich vor allem Stangen aus Holz. Auch Spanndrähte können durchaus verwendet werden. Wichtig ist jedoch auch die Wahl des Obstes. Der Säulenapfel Ballerina gedeiht im Westen, nutzt den Halbschatten und muss nicht gegossen werden. Die Birne, Gute Luise, nutzt die Sonne und bevorzugt den Süden. Noch dazu sind ihre Triebe leicht zu biegen. Wenn man sich für einen Pfirsich entscheidet, sollte man kernechte Sorten mit weißem Fleisch wählen. Sie mögen es sonnig und hell und sind zudem früher reif als die Pfirsiche, die auf dem Freiland wachsen und gedeihen.

Die Sorte Earliglo - Peach ist außerdem winterhart. Die Ungarische Beste, eine Marille, eignet sich für eine warme Lage, gern auch im Westen. Sie liebt es feucht, ist ertragreich und relativ anspruchslos. Die Schattenmorelle, eine Weichsel, gedeiht im Nordosten und Nordwesten. Sie mag es nicht zu feucht, ist aber ertragreich und anspruchslos. Möchte man sich für Wein entscheiden, werden Phoenix weiß oder Regen rot empfohlen. Sie wachsen im Süden, mögen es sonnig hell und benötigen viel Wasser. Von diesen Arten gibt es nur resistente und robuste Sorten. Allerdings sollten sie regelmäßig beschnitten werden.

In der Regel dient der Schnitt von Säulenobst

hauptsächlich dazu, die Form zu unterstützen, unterstreichen und beizubehalten. Man sollte vor allem darauf achten, abgestorbene Äste zu entfernen. Auch diejenigen, die von Krankheiten befallen sind, sollten geschnitten werden, um die Gesundheit des Säulenobstes nicht zu gefährden. Wer sich den Schnitt des Säulenobstes nicht zutraut, sollte sich damit an einen Fachmann wenden. Dieser kann auch bei Fragen sehr gut weiterhelfen.